Ein Pärchen mit Kind wurde nach einem Einbruch in ein Geschäft festgenommen. Die Tatverdächtigen hatten Diebesgut im Wert von 4.000 Euro entwendet.
Diebestour mit Pärchen und Kind: Festnahme nach Einbruch

Hanau / Großauheim (ost)
Am Sonntagmorgen hat der Besitzer eines Geschäfts für Bad-Ausstattung gegen 9.30 Uhr die Polizei kontaktiert, um einen Einbruch in seinem Geschäft anzuzeigen – der Vorfall ereignete sich anscheinend in der Nacht zuvor, so der Anrufer. Kurz darauf meldete er sich erneut bei den Beamten, was dazu führte, dass mehrere Polizeistreifen schnell zur Firmenadresse in der Benzstraße fuhren. In dem zweiten Anruf wurde berichtet, dass sich immer noch fremde Personen vor Ort befanden und Gegenstände vom Gelände stahlen. Kurz darauf wurden bei einem 29-Jährigen, der sich in einem Gebüsch in der Nähe des Geschäfts versteckt hatte, die Handschellen angelegt. Er konnte zu Fuß fliehen, bevor die Polizei ihn vorläufig festnahm. Da von einer zweiten verdächtigen Person die Rede war, die in einem Nissan Qashqai unterwegs war, suchten die Beamten auch nach ihr. Kurz darauf wurde auch diese Person gefunden: Eine 32-Jährige, die den Wagen fuhr, wurde ebenfalls festgenommen. Es stellte sich heraus, dass sie die Lebensgefährtin des 29-Jährigen war und mit dem gemeinsamen Kind im Auto unterwegs war, zuvor aber auch in der Nähe des Firmengeländes gewesen sein soll.
Der Partner zeigte Reue und führte die Beamten zu einem Versteck, in dem er den Großteil des gestohlenen Eigentums versteckt hatte, das er zuvor aus dem Gebäude entwendet haben soll – ein Versteck in der Nähe der Bahngleise. Nach den ersten Ermittlungen handelte es sich bei der Beute um mehrere Bohrmaschinen und Bad-Armaturen im Gesamtwert von etwa 4.000 Euro, die sichergestellt und teilweise bereits an den Geschädigten zurückgegeben wurden. Auf dem Fluchtweg fanden die Polizisten außerdem eine Hose, Handschuhe und weiteres Diebesgut – alle Gegenstände wurden ebenfalls für spurensichernde Maßnahmen in amtliche Verwahrung genommen. Bei der Untersuchung des Firmengeländes wurde festgestellt, dass neben dem Firmengebäude auch in ein dort abgestelltes Wohnmobil eingebrochen wurde. Das gestohlene Gut aus dem Wohnmobil – Alkohol, ein Brettspiel und ein Feuerlöscher – soll der 29-Jährige ebenfalls außerhalb des Geländes zur Mitnahme deponiert haben. Der Schaden am Fahrzeug wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der 29-Jährige auch in der Nacht vom 18. auf den 19. September in dasselbe Geschäft eingebrochen sein (am 20.09.2024 berichteten wir über diese bis dato ungeklärte Tat).
Beide Erwachsenen, gegen die nun wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls ermittelt wird, mussten letztendlich für erkennungsdienstliche Maßnahmen zur örtlichen Polizeistation gebracht werden, bevor sie wieder freigelassen wurden.
Die Ermittlungen dauern an. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Hanau (06181 100-123) zu melden.
Offenbach, 11.11.2024, Pressestelle, Thomas Leipold
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle von Einbrüchen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 723 im Jahr 2022 auf 840 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 511 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 87. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank von 275 im Jahr 2022 auf 270 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Einbruchsfälle in Deutschland registriert, nämlich 27061.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.275 | 5.206 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 723 | 840 |
| Anzahl der Verdächtigen | 569 | 598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 498 | 511 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 71 | 87 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 275 | 270 |
Quelle: Bundeskriminalamt








