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Dorlar: Trickdiebe in Wohnung und Einbrecher erbeutet Schmuck

In Wetzlar gelangten Trickdiebe in die Wohnung einer Seniorin, während in Dorlar ein Einbrecher Schmuck stahl. Polizei bittet um Hinweise.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Wetzlar: Warnung vor Trickdieben in Wohnung

In Wetzlar gelang es Trickdieben, unter einem Vorwand in die Wohnung einer älteren Dame einzudringen. Ein Mann und eine Frau klingelten an der Tür und führten die Bewohnerin in ein Gespräch. Sie gaben vor, Mitarbeiter eines Telefonunternehmens zu sein und behaupteten, den Anschluss überprüfen zu müssen. Während die Trickdiebin die 88-jährige Frau ablenkte, durchsuchte der Mann unbemerkt die Wohnung nach Wertsachen. Ohne Beute verließen die Kriminellen kurz darauf die Wohnung. Die Frau war etwa 30 Jahre alt, kräftig und hatte kurze Haare. Sie trug eine Jeans. Ihr Begleiter, etwa 170 cm groß, hatte einen etwas dunkleren Teint, war schlank und hatte einen Schnauzbart. Er trug eine Kapuzenjacke mit Fellbesatz. Hinweise zu den Dieben nimmt die Polizei Wetzlar unter der Telefonnummer 06441/9180 entgegen.

Trickdiebe sind oft sehr geschickt. Sie versuchen, mit verschiedenen Methoden Beute zu machen. Die Täter täuschen ihre Opfer, um Zugang zur Wohnung zu erhalten und zu stehlen. Alle bekannten Täterarbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen:

Beim Trickdiebstahl an der Haustür werden verschiedene Methoden angewendet, z.B.:

Der Glas Wasser-Trick:

Die Täterinnen täuschen eine Schwangerschaft vor, die Täter Übelkeit oder die Notwendigkeit, Medikamente einzunehmen, und bitten um ein Glas Wasser. Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter oder Täterinnen wollen angeblich eine Nachricht für nicht angetroffene Nachbarn hinterlassen. Dazu bitten sie um Schreibzeug und Papier und drängen darauf, in der Wohnung zu schreiben oder das Opfer die Nachricht selbst aufzuschreiben. Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick: Täter oder Täterinnen wollen angeblich Blumen oder Geschenke für nicht angetroffene Nachbarn abgeben. Sie drängen darauf, die Blumen zu pflegen oder das Geschenk aufzubewahren.

Weitere vorgetäuschte Notlagen sind mit der Bitte verbunden

Hinweis: Trickdiebe sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. Sie denken sich ständig neue Tricks aus, die hier nicht vollständig aufgezählt werden können. Um es ihnen schwer zu machen und selbst nicht zum Opfer zu werden, rät die Polizei:

Lahnau: Einbrecher stiehlt Schmuck

Ein Einbrecher erbeutete Schmuck bei seinem gestrigen Einbruch in Dorlar. Der Unbekannte zerstörte ein Fenster einer Erdgeschosswohnung in der Gartenstraße. Dann kletterte er durch das aufgebrochene Fenster in die Wohnung. Dort durchsuchte er die Räume nach Beute. Schließlich floh er mit Schmuck unbemerkt. Der Einbruch ereignete sich zwischen 16 Uhr und 19.30 Uhr. Die Ermittler bitten um Hinweise: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt? Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei Wetzlar unter der Telefonnummer 06441/9180 zu wenden.

Lahnau/B49/A45: Bilder sagen mehr als 1000 Worte – Mann zum 10. Mal ohne Führerschein am Steuer

Am Freitag (6.2.) stoppte eine Zivilstreife des Regionalen Verkehrsdienstes Gießen einen 28-jährigen Fahrzeugführer aus Herborn, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Dass das zivile Polizeifahrzeug mit Kameras („ViNAS“-Technik) ausgestattet ist, sollte in diesem Fall noch eine besondere Rolle spielen. Der BMW-Fahrer fiel der Streife auf der Bundesstraße 49 bei Lahnau in Fahrtrichtung Wetzlar auf, da er während der Fahrt sein Mobiltelefon benutzte. Der Mann am Steuer setzte seine Fahrt auf der Autobahn 45 in Richtung Siegen fort, sodass ein sicheres Anhalten zunächst nicht möglich war.

Im Baustellenbereich der A 45 im Bereich Wetzlar/Aßlar fuhr der Mann mit bis zu 130 km/h bei erlaubten 80 km/h. Darüber hinaus unterschritt er mehrmals den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand. Die Verstöße wurden mit der Videonachfahreinrichtung dokumentiert. Das Zivilfahrzeug setzte sich nach der Baustelle vor den BMW und gab dem Fahrer das „Polizei – Bitte Folgen“ Signal. Der BMW bremste daraufhin plötzlich stark ab, wurde sehr langsam und reihte sich hinter ein anderes Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen ein. Kurz darauf gelang es der Zivilstreife, sich erneut vor den BMW zu setzen. Dessen Fahrer folgte der Streife nun auch zum nächsten Parkplatz. Dort staunten die Beamten bei der anschließenden Kontrolle nicht schlecht. Auf dem Fahrersitz saß statt dem Mann nun eine Frau mit langen Haaren. Der noch vor wenigen Sekunden fahrende Mann saß auf dem Beifahrersitz. Beide gaben an, dass die Frau die ganze Zeit gefahren sei und dass die Polizei dies offensichtlich falsch wahrgenommen habe. Bei der Frau handelte es sich um die Fahrzeughalterin des BMW. Der Mann hatte keine Ausweisdokumente oder ähnliches dabei. Die von ihm gemachten Angaben zu seiner Person klangen zunächst plausibel. Auch ein vorgezeigtes Foto eines Ausweises auf seinem Mobiltelefon bestätigten zunächst die Angaben. Erst nach Sichtung des Videomaterials und Recherchen im polizeilichen Systemen ergab sich ein neuer Sachverhalt: Auf den Aufnahmen war eindeutig der Mann als Fahrer und die Frau mit den langen Haaren auf dem Beifahrersitz zu erkennen.

Der 28-Jährige gab vor Ort falsche Personalien an. Die ohnehin nun skeptischen Beamten entlarvten jedoch auch diesen Versuch der Täuschung. Bei dem Fahrer handelte es sich in der Tat um einen Autofahrer, der in der Vergangenheit schon mehrfach, genau gesagt neunmal, wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt wurde. Es bleibt festzuhalten, dass die Insassen den Fahrerwechsel bei voller Fahrt und in kürzester Zeit vollzogen hatten. Glücklicherweise kam es dabei nicht zu einem Unfall. Es wurde ein erneutes Strafverfahren gegen den Fahrer eingeleitet. Eine Anzeige kommt auch auf die Halterin zu. Die Ermittlungen laufen.

Pierre Gath, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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