OE City durchsucht zwei Wohnungen: Harte Drogen im Wert von über 50.000 Euro sichergestellt; Mutmaßliche Dealer festgenommen.
Drogenrazzia in Schauenburg

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
Schauenburg (Landkreis Kassel):
Die Ermittler der OE-City der Polizei Kassel haben gestern bei zwei Wohnungsdurchsuchungen in Schauenburg Kokain, Amphetamine und Chrystal-Meth im Wert von über 50.000 Euro sichergestellt. Die Drogenfahnder wurden dabei von Beamten des Polizeireviers Süd-West unterstützt. Die beiden Wohnungsmieter im Alter von 34 und 46 Jahren werden verdächtigt, mit harten Drogen im großen Stil zu handeln. Sie wurden während der Durchsuchungen festgenommen, sind aber mittlerweile aufgrund fehlender Haftgründe wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an.
Aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung geriet zunächst der 46-jährige Mann ins Visier der spezialisierten Polizeibeamten, die sich mit der Bekämpfung der Drogenkriminalität befassen. Der Verdacht, dass er aus seiner Wohnung in Hoof in Schauenburg mit Betäubungsmitteln handelt, bestätigte sich schließlich am Mittwochmittag. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Käufer des mutmaßlichen Drogendealers kontrolliert, der offenbar gerade Cannabis erworben hatte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ ein Richter daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss, der noch am selben Abend vollstreckt wurde. In der Wohnung fanden die Ermittler fast 90 Gramm Kokain, 120 Gramm Amphetamine, über 190 Gramm Cannabis und rund 1.800 Euro mutmaßliches Drogengeld.
Neben den Betäubungsmitteln fanden die Beamten in der Wohnung des 46-Jährigen auch einen 34-jährigen Mann, der offensichtlich am Drogenhandel beteiligt war. Nach Abschluss der ersten Durchsuchung wurde auch für seine Wohnung, nur wenige Häuser entfernt, ein Durchsuchungsbeschluss erlassen und sofort vollstreckt. Auch hier lagen die Ermittler richtig: Sie stellten über 4,7 Kilogramm Amphetamine, fast 90 Gramm Chrystal-Meth, sowie Messer, Handys und verschiedene Utensilien für den Drogenhandel und -Konsum sicher.
Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021
Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2653
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








