Am gestrigen Dienstag wurden 5 Beschuldigte, darunter marokkanische, algerische und afghanische Staatsangehörige, wegen Drogenhandels festgenommen und inhaftiert.
Durchsuchungen und Festnahmen in Gießen

Gießen (ost)
+++ Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Gießen und Polizeipräsidium Mittelhessen +++
Razzien und Verhaftungen in Gießen:
Am gestrigen Dienstag (03.06.2025) wurden von Beamten der Kriminalpolizei Gießen, unterstützt von Polizeikräften des Hessischen Präsidiums Einsatz, Durchsuchungsbefehle an insgesamt 7 Standorten in Gießen durchgeführt. Über 100 Einsatzkräfte waren insgesamt an den Maßnahmen beteiligt, darunter auch Spezialeinheiten aus Hessen.
Den insgesamt 5 Verdächtigen, die marokkanischer, algerischer und afghanischer Staatsangehörigkeit sind, wird vorgeworfen, seit mehreren Monaten hauptsächlich im Bereich der Gießener Innenstadt ihren Lebensunterhalt durch den umfangreichen Handel mit Betäubungsmitteln (hauptsächlich Kokain) in erheblichen Mengen bestritten zu haben. Bei den zuvor sorgfältig vorbereiteten und zeitgleich durchgeführten Maßnahmen konnten die Ermittler am Dienstag Kokain und Cannabis in großen Mengen, verschiedene Handelsutensilien, 27.000,00 Euro Bargeld, gefälschte Pässe, verschiedene Waffen und waffenähnliche Gegenstände, darunter eine scharfe Schusswaffe mit dazugehöriger Munition sowie einen Lieferwagen mit gestohlener Ware sicherstellen.
Nachdem die zuständige Haftrichterin des Amtsgerichts Gießen am heutigen Vormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen gegen 4 Verdächtige Haftbefehle wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz erlassen hat, befinden sich diese nun in hessischen Justizvollzugsanstalten.
Volker Bouffier, Staatsanwalt und stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen
Pierre Gath, Polizeihauptkommissar und Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26.518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22.378 im Jahr 2022 auf 23.101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch relativ konstant bei 19.133 im Jahr 2023 im Vergleich zu 19.168 im Jahr 2022. Von den Verdächtigen waren 17.106 männlich und 2.027 weiblich, wobei 7.004 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








