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Eddersheim: Feuerwehr Hattersheim gründet Fachgruppe Kran/Rüst

Die Stadt Hattersheim hat eine neue Spezialeinheit für technische Hilfeleistungen ins Leben gerufen. Die Fachgruppe soll leistungsfähige Technik gezielt einsetzen und die Sicherheit für die Einsatzkräfte erhöhen.

Das Wechselladerfahrzeug-Kran (WLF-K 32/6900) im Einsatz nach einem Verkehrsunfall. Foto: Feuerwehren Hattersheim
Foto: Presseportal.de

Hattersheim am Main (ost)

Die Feuerwehren in Hattersheim am Main starteten am Montagabend eine neue Spezialeinheit mit einem gemeinsamen Kickoff, um die Fachgruppe Kran/Rüst offiziell in die Aufbauphase zu bringen. Etwa 30 interessierte Einsatzkräfte aus den Stadtteilwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim nahmen an der Einladung teil und informierten sich über die Aufgaben, Struktur und Zukunftsperspektiven der neuen Einheit.

Der Fokus liegt auf der Bündelung und Weiterentwicklung von Spezialkompetenzen im Bereich schwerer technischer Hilfeleistungen. Die Feuerwehren verfügen bereits über leistungsfähige Technik mit dem vorhandenen Wechselladerfahrzeug-Kran (WLF-K 32/6900) und dem Abrollbehälter Kran/Rüst (AB-K/R), die künftig gezielter und strukturierter eingesetzt werden sollen.

„Mit der Fachgruppe schaffen wir eine klare Struktur für ein hochspezialisiertes Einsatzmittel. Unser Ziel ist es, die vorhandene Technik noch effektiver einzusetzen und gleichzeitig die Sicherheit für unsere Einsatzkräfte weiter zu erhöhen“, betont Stadtbrandinspektor David Tisold.

Spezialisierung für komplexe Einsatzlagen

Die Anforderungen an den Einsatz eines Krans sind hoch. Neben der sicheren Bedienung des Krans selbst erfordert insbesondere der Umgang mit Anbaugeräten, Lasten und komplexen Einsatzlagen eine intensive und regelmäßige Ausbildung.

Genau hier setzt die neue Fachgruppe an: Sie übernimmt künftig die Aus- und Fortbildung sowie die operative Nutzung der Kran- und Rüsttechnik. Ziel ist es, ein eingespieltes Team zu etablieren, das auch in anspruchsvollen Lagen sicher, effizient und professionell agiert.

Leistungsfähige Technik für vielfältige Einsatzszenarien

Das WLF-Kran basiert auf einem Mercedes-Benz Arocs 4151 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 32 Tonnen. Der verbaute Ladekran vom Typ Palfinger PK 37.002 TEC7 erreicht eine maximale hydraulische Reichweite von 21,8 Metern und hebt Lasten von bis zu sechs Tonnen bei sechs Metern Ausladung.

In Kombination mit dem Abrollbehälter Kran/Rüst stehen zahlreiche Einsatzoptionen zur Verfügung, unter anderem:

Dafür stehen Anbauteile, wie eine Rettungsgondel, ein Arbeitskorb, eine Steinstapelzange, ein Restholzgreifer, ein Mehrschalengreifer, eine 1 m³-Schuttmulde, eine Hebetraverse sowie ein Monitor (2.000 l/min) zur Verfügung. Ergänzt wird das System durch umfangreiches Rüstmaterial und Zubehör wie Mehrzweckzüge (MZ16 & MZ32), Formhölzer, Bauklammern oder ein Notdach.

Bewährte Technik mit wachsender Bedeutung

Bereits in den vergangenen Jahren kam das WLF-Kran bei verschiedenen Einsatzlagen erfolgreich zum Einsatz – etwa bei einem Dachstuhlbrand in Eddersheim, nach einer Windhose in Okriftel oder bei technischen Hilfeleistungen im Stadtgebiet. Mit dem Aufbau der Fachgruppe wird diese Fähigkeit nun konsequent weiterentwickelt und organisatorisch verankert.

Breite Beteiligung aus allen Stadtteilen

Ein wesentliches Ziel der neuen Fachgruppe ist die enge Zusammenarbeit über die Stadtteilgrenzen hinweg. Alle bereits ausgebildeten Kranführer sind Teil der Einheit, darüber hinaus bringen sich weitere interessierte Einsatzkräfte ein. Das große Interesse beim Kickoff zeigt: Die Fachgruppe trifft auf eine hohe Motivation und Bereitschaft, sich in einem anspruchsvollen Spezialgebiet einzubringen.

Nächste Schritte: Ausbildung und Strukturaufbau

In den kommenden Monaten stehen der Aufbau von Ausbildungsstrukturen, regelmäßige Übungen sowie die Definition von Einsatzabläufen im Fokus. Damit schaffen die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main die Grundlage für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Spezialeinheit im Bereich der technischen Hilfeleistung.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1.164 Fällen (0,8%) vergleichsweise selten. Die meisten Unfälle (81,02%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Bei den Verkehrsunfällen verloren 188 Menschen ihr Leben, 3.537 wurden schwer verletzt und 21.704 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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