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Einbruch in Birstein

Anwohner entdeckt mutmaßliche Täter bei nächtlichem Einbruch in Kfz-Betrieb; drei gestohlene Fahrzeuge aufgefunden; Polizei bittet um Hinweise

Foto: Depositphotos

Birstein (ost)

Es war ungefähr um 4 Uhr morgens am Dienstag, als ein Anwohner in der Gegend des “Rosengartens” plötzlich aufmerksam wurde. Zuerst hörte er ungewöhnliche Geräusche, die ihn aus dem Schlaf rissen: Fahrzeuge, die im Dunkeln unterwegs waren, das Klappern von Autotüren und schließlich das Geräusch von zerbrechendem Glas.

Der Anwohner beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen, nahm eine Taschenlampe und begab sich in Richtung eines nahe gelegenen Autohauses oder Schrottplatzes. Als er das Gelände mit Licht beleuchtete, entdeckte er tatsächlich zwei männliche Personen, die dort anscheinend nichts zu suchen hatten.

Die Männer schienen bemerkt zu haben, dass sie entdeckt worden waren. Sie liefen zu einem silbernen Kleinwagen, stiegen ein und fuhren vom Gelände weg. Laut dem Zeugen unterhielten sich die Männer zuvor vermutlich in einer fremden Sprache. Aufgrund der Dunkelheit konnte der Anwohner sie jedoch nicht genauer beschreiben. Er griff zum Telefon und informierte die Polizei.

Was die Beamten später auf dem Gelände vorfanden, deutete auf einen geplanten Einbruch hin. Laut den bisherigen Ermittlungen hatten sich wahrscheinlich mehrere unbekannte Personen gewaltsam Zugang zu dem Betrieb verschafft. Die Täter brachen die Türen mehrerer Fahrzeuggaragen auf, in denen sich Fahrzeuge befanden, die derzeit repariert wurden. Ob die Täter etwas aus den Räumlichkeiten mitnahmen, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden.

Während die Ermittler den Tatort untersuchten, lief im Hintergrund bereits die Suche nach dem silbernen Kleinwagen. Die Polizei suchte intensiv nach dem Fahrzeug und den Insassen. Tatsächlich wurde kurz darauf in der Nähe der Feldwege ein Auto gesichtet, das der Beschreibung entsprach. Der Fahrer entzog sich jedoch der Kontrolle und konnte mit dem Auto fliehen. Damit endete die Spur vorerst im Dunkeln.

Am nächsten Morgen erhielt die Polizei einen neuen Hinweis. In einem Feldgebiet bei Birstein wurde ein Fahrzeug ohne Kennzeichen entdeckt. Die Beamten fuhren dorthin und fanden einen älteren, gelben Suzuki Swift. Das Auto war verschlossen und ordentlich abgestellt. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Suzuki bereits außer Betrieb gesetzt worden war.

Kurz darauf gab es eine weitere Meldung: In einem Waldstück bei Birstein sollte ein verlassener Audi stehen – ebenfalls ohne Kennzeichen. Auch dieses Auto wurde verschlossen gefunden. Eine eindeutige Identifizierung war zunächst nicht möglich, da die Fahrzeugidentifikationsnummer hinter der Windschutzscheibe mit einem Stück Papier verdeckt war.

Es war noch unklar, ob die beiden Fahrzeuge mit dem Einbruch im “Rosengarten” in Verbindung standen. Die Polizei fuhr erneut zum betroffenen Betrieb. Anfangs war niemand auf dem Gelände anzutreffen. Später meldete sich der Geschädigte telefonisch bei der Polizei und klärte die zunächst rätselhaften Fahrzeugfunde auf.

Der gelbe Suzuki Swift und der Audi gehörten ihm – beide wurden im Zusammenhang mit dem Einbruch gestohlen. Sie wurden zurückgelassen, weil beide Autos keinen Treibstoff mehr hatten. Es stellte sich heraus, dass die Täter offenbar ein weiteres Auto mitgenommen hatten. Es handelte sich um einen VW Sharan, der einen Motorschaden hatte und daher laut dem Geschädigten nicht weit gekommen sein sollte – und das war tatsächlich der Fall: Auch dieses Auto wurde kurz darauf gefunden.

Die Ermittlungen zu den unbekannten Tätern dauern an. Insbesondere die Frage nach den Verantwortlichen für den nächtlichen Einbruch ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Die Polizei bittet daher um Zeugenhinweise: Wer hat gegen 4 Uhr morgens in der Gegend des “Rosengartens” in Birstein verdächtige Personen, Fahrzeuge oder andere ungewöhnliche Aktivitäten beobachtet? Wer hat einen silbernen Kleinwagen gesehen, der in Richtung Fischborn fuhr? Beobachtungen zu den später gefundenen Fahrzeugen könnten ebenfalls wichtig sein.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Hanau unter der Rufnummer 06181 100-123 entgegen.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, von denen 723 gelöst wurden. Es gab insgesamt 569 Verdächtige, darunter 498 Männer und 71 Frauen. 275 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 5206, wobei 840 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 598, davon waren 511 männlich und 87 weiblich. 270 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

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