Das Hessische Landeskriminalamt hat einen türkischen Straftäter festgenommen, der in der Türkei mehr als 30 Jahre Haftstrafe absitzen muss. Die Festnahme erfolgte in Mainz nach Ermittlungen und Unterstützung durch das Mobile Einsatzkommando.
Erfolgreiche Zielfahndung: Festnahme eines entflohenen Straftäters

Wiesbaden / Mainz (ost)
Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) hat am Donnerstagabend einen 29-jährigen türkischen Staatsbürger festgenommen, gegen den ein Auslieferungshaftbefehl des Oberlandesgerichts Rostock in die Türkei vorliegt. Der Gesuchte wurde in der Türkei wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes, Freiheitsberaubung, Körperverletzung mit einer Waffe, Bedrohung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrfachen Einbruchdiebstählen in Geschäfte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von über 30 Jahren verurteilt. Er muss noch eine Reststrafe von mehr als 14 Jahren verbüßen.
Nach seiner Flucht aus der türkischen Haft floh er zunächst nach Norddeutschland und zog später nach Lübeck in Schleswig-Holstein. Die dortigen Ermittler verfolgten seine Spur bis nach Hessen und baten die Zielfahndung des HLKA um Hilfe bei der Suche.
Weitere Untersuchungen bestätigten den Verdacht, dass der Gesuchte sich in Hessen aufhielt. Mit Unterstützung des Mobilen Einsatzkommandos des HLKA konnte der Gesuchte am Donnerstagabend in Mainz ohne Widerstand festgenommen werden. Die folgenden Maßnahmen wurden auch von Beamten aus Rheinland-Pfalz unterstützt. Heute wird der Gesuchte auch von Beamten der rheinland-pfälzischen Polizei dem Haftrichter des Amtsgerichts Mainz vorgeführt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 22.378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 19.168, wobei 17.079 männliche Verdächtige und 2.089 weibliche Verdächtige waren. 6.494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 relativ konstant, wobei 17.106 männliche Verdächtige und 2.027 weibliche Verdächtige waren. 7.004 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








