Ein 87-jähriger Mann wurde von einem Betrüger kontaktiert, der sich als „Bankenaufsicht“ ausgab und über 3000 Euro von seinem Konto abzog.
Erlangen: Falscher Bankmitarbeiter betrügt Senior

Rüsselsheim (ost)
Am Donnerstag (11.07.) meldete sich ein 87-jähriger Mann bei der Polizei, nachdem er am Montag (08.07.) einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter der „Bankenaufsicht“ erhalten hatte. Der Anrufer gab an, dass das Konto des Mannes gesperrt werden musste, da jemand versucht hatte, darauf zuzugreifen. Er überredete den älteren Herren dazu zu glauben, dass ein Bankmitarbeiter zu ihm nach Hause kommen würde und die Debitkarte samt Geheimzahl benötigte. Daraufhin wurden insgesamt über 3000 Euro vom Konto des 87-Jährigen abgebucht.
Der Abholer, der zuvor angekündigt und dann erschienen war, wurde als 1,70 bis 1,80 Meter groß und kräftig beschrieben. Er trug ein helles Oberteil und zerrissene Jeans. Der Kriminelle hatte nach Angaben des Opfers „fleischige“ Hände.
Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Rüsselsheim (Kommissariat 23) unter der Telefonnummer 0142/6960.
Die Ermittler waren in diesem Zusammenhang besorgt:
Ihre Bank wird niemals vertrauliche Daten wie Passwörter, PINs oder TANs über das Telefon anfordern
Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie bei Ihrer Bank nach
Betrüger versuchen oft, ihre Opfer unter Druck zu setzen, um sie zu verängstigen und zu überwältigen. Bleiben Sie ruhig und treffen Sie keine überstürzten Entscheidungen
Wenn Sie einen solchen Besuch erhalten, informieren Sie sofort Ihre örtliche Polizeidienststelle
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, wobei 4173 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 2766 Verdächtige, darunter 1945 Männer, 821 Frauen und 948 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 9798, wobei jedoch nur 3961 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 2653, wobei 1806 Männer, 847 Frauen und 851 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.896 | 9.798 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.173 | 3.961 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.766 | 2.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.945 | 1.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 821 | 847 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 948 | 851 |
Quelle: Bundeskriminalamt








