Kriminelle erbeuteten mehrere Tausend Euro von einem Mann in Walldorf. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Präventionstipps.
Erlangen: Falscher Microsoft-Mitarbeiter erbeutet Geld

Mörfelden-Walldorf (ost)
Ein Mann aus Walldorf wurde von Kriminellen mit der Masche des Falschen Microsoft Mitarbeiters um mehrere Tausend Euro betrogen. Am Mittwoch (03.07.) erstattete er bei der Polizei Anzeige. Laut seinen Angaben erhielt er bereits am Dienstag (02.07.) eine Virusmeldung auf seinem Laptop, verbunden mit der Aufforderung, den Microsoft-Kundendienst anzurufen. Dies tat der Mann auch. Während des Telefonats mit dem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter wurde er aufgefordert, mehrere Überweisungen auf ein Bankkonto zu tätigen, um den Virus zu entfernen. Der Mann überwies daraufhin insgesamt etwa 3500 Euro.
In diesem Kontext wird erneut vor dieser Betrugsmasche gewarnt! Die vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter versuchen oft, über eine installierte Fernwartungssoftware Zugriff auf die Computer ihrer Opfer zu erhalten. Dies geschieht durch gefälschte Warnhinweise beim Surfen im Internet oder durch betrügerische Anrufe, die vorgeben, dass der Computer mit Viren infiziert oder gehackt wurde oder ein neues Sicherheitszertifikat benötigt. Anstatt tatsächlich zu helfen, spähen die Kriminellen sensible Daten aus, wie beispielsweise Passwörter für das Online-Banking. Sollten Sie jemals Anrufe von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter erhalten oder ein Pop-up-Fenster beim Surfen bemerken, legen Sie einfach auf oder schalten Sie den Computer aus. Tätigen Sie keine Überweisungen und geben Sie niemals private Daten preis oder gewähren Sie Unbekannten durch die Installation von Software Zugriff auf Ihren Computer.
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falsche-microsoft-mitarbeiter/
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, wovon 4173 gelöst wurden. Es gab insgesamt 2766 Verdächtige, darunter 1945 Männer, 821 Frauen und 948 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 9798, wobei nur 3961 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 2653, wobei 1806 Männer, 847 Frauen und 851 Nicht-Deutsche identifiziert wurden. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.896 | 9.798 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.173 | 3.961 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.766 | 2.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.945 | 1.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 821 | 847 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 948 | 851 |
Quelle: Bundeskriminalamt








