Ein Unbekannter sprach einen Mann vor einer Augenarztpraxis an und erschlich sich eine Spende in Bar, bevor er mit einem Kleinwagen davonfuhr. Die Polizei sucht nach Zeugen und Hinweisen zur Identität des Verdächtigen.
Erlangen: Trickbetrüger vor Praxis

Gießen (ost)
Gießen: Betrügerisches Verhalten vor Arztpraxis
An der Frankfurter Straße 31 sprach ein Unbekannter am Dienstag (23.7.) einen Mann auf der Straße an, in der Nähe einer Augenarztpraxis. Mit der Frage „Hallo, kennst du mich noch?“ und geschickter, längerer Konversation gelang es dem Unbekannten, das Vertrauen des Angesprochenen zu gewinnen. Schnell lenkte der Kriminelle das Gespräch auf verschiedene Notlagen sowie einen vermeintlichen Trauerfall im Bekanntenkreis. Der Trickbetrüger bat um eine Spende, jedoch nur in bar. Als der 67-Jährige anbot, die Spende auch zu überweisen, lehnte der Betrüger ab. Stattdessen verabschiedete er sich und stieg in einen Kleinwagen mit dem Teilkennzeichen GI-BN, und fuhr davon.
Der Angesprochene beschrieb den Unbekannten als etwa 70 Jahre alt, ca. 180 cm groß, mit normaler Statur und dunklen, teils grauen Haaren. Der Gesuchte hatte einen dunkleren Hautteint und sprach akzentfrei Deutsch. Auffällig war sein starres, rechtes Auge.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer hat den Vorfall gegen 11.45 Uhr beobachtet? Wer kann Informationen zur Identität des Verdächtigen geben?
Die Ermittler suchen Zeugen und bitten um Hinweise an die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.
Gießen: Körperverletzung durch Schubsen und Treten
Ein Jugendlicher sorgte am Dienstagabend (23.7.) für Aufsehen bei Passanten, dem Rettungsdienst und der Polizei. Gegen 21 Uhr informierte die Rettungsleitstelle die Polizei über einen Vorfall in der Sudetenlandstraße. Dort wollte eine Rettungswagenbesatzung einem 17-Jährigen zu Hilfe kommen. Der junge Mann war Zeugen zufolge zuvor in der Nähe der Hausnummer 11 im Bereich einer Fußgängerfurt gelaufen und hatte auch die Fahrbahn betreten. Plötzlich warf er sein Handy in Richtung einer Fußgängerin. Anschließend schubste er die 70-Jährige zu Boden und trat nach ihr. Aufmerksame Passanten griffen ein und hielten den Angreifer fest, bis die Polizei eintraf. Dabei schubste der Jugendliche einen weiteren Helfer. Dieser und die 70-Jährige erlitten leichte Verletzungen, die vom Rettungsdienst behandelt wurden.
Der Grund für das Verhalten des Angreifers ist bisher unklar. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er unter dem Einfluss von Drogen oder anderen Betäubungsmitteln stand, musste er zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Beamten veranlassten eine Blutentnahme und leiteten mehrere Strafverfahren ein.
Hinweise von bisher unbekannten Zeugen des Vorfalls nimmt die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 entgegen.
Gießen: DEIG-Einsatz zeigt Wirkung
Am Dienstagabend (23.7.) forderte eine Rettungswagenbesatzung die Polizei zur Hilfe an. Der Grund war ein vermutlich psychischer Ausnahmezustand eines 25-Jährigen im Spenerweg. Als die Rettungskräfte eintrafen, hielt der Mann einen Baseballschläger in der Hand. Als er gegen 20.50 Uhr die Streife sah, rannte er in seine Wohnung. Die Beamten konnten die Wohnung schließlich betreten, indem sie einen Schlüssel benutzten. Der 25-Jährige drohte den Beamten anzugreifen, woraufhin das Distanz-Elektro-Impuls-Gerät (DEIG) eingesetzt wurde, das sofort Wirkung zeigte. Die Beamten konnten den Mann widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Rettungskräfte und Beamte blieben unverletzt. Der Gesundheitszustand des Mannes wurde vor Ort überprüft, er benötigte keine weitere Behandlung. Aufgrund der Gesamtumstände wurde der 25-Jährige einem Arzt vorgestellt, der ihn in eine psychiatrische Klinik einwies.
Gießen: Radfahrer von Auto angefahren und geflohen
Ein 36-jähriger Mann fuhr am Freitagmorgen (19.7.) mit seinem Fahrrad auf der Sudetenlandstraße stadtauswärts. In der Nähe der Troppauer Straße überholte ihn ein unbekanntes, weißes Fahrzeug. Anschließend bog das Fahrzeug nach rechts in die Troppauer Straße ab und stieß dabei gegen den Radfahrer. Der 36-Jährige aus dem Landkreis Gießen stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Das Fahrrad wurde beschädigt.
Der unbekannte Fahrer des weißen Autos hielt kurz an, fuhr dann jedoch ohne auszusteigen einfach weiter, ohne sich um den Unfall oder den Verletzten zu kümmern. Auf einer der Autotüren war ein blau-grünes Logo zu sehen. Am Steuer saß eine Person mit langen Haaren, deren Geschlecht nicht bekannt ist.
Die Polizei bittet um Zeugenaussagen: Wer hat den Unfall gegen 9 Uhr beobachtet? Wer kann Informationen über das flüchtige Fahrzeug geben, das möglicherweise auf der Beifahrerseite beschädigt wurde? Wer kann Angaben zur Identität der unbekannten Person am Steuer machen?
Zeugenaussagen nimmt die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 entgegen.
Pierre Gath
Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 25.216 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während es im Jahr 2022 nur noch 24.363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 23.331 auf 22.378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19.820 auf 19.168, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17.704 auf 17.079 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2.116 auf 2.089 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg leicht von 6.321 auf 6.494. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen registriert, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168 Fälle, was 80,46% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 Unfälle (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 Unfälle (10,72%). Insgesamt gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 136.931 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.155 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.406 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.202 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 110.168 |
| Ortslage – innerorts | 90.136 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 32.117 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 14.678 |
| Getötete | 208 |
| Schwerverletzte | 3.878 |
| Leichtverletzte | 20.881 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








