AG Bistro identifiziert sieben weitere Tatverdächtige; Staatsanwaltschaft lobt Belohnung aus. In einem Ermittlungskomplex wegen Erpressungen und Brandstiftungen ermitteln Staatsanwaltschaft und AG Bistro weiterhin mit Hochdruck.
Erpressungen und Brandstiftungen in Kassel

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Kassel
Kassel: In Bezug auf die schweren Fälle von Erpressung gegen Kasseler Geschäftsinhaber und Privatpersonen sowie schweren Brandstiftungen durch das Werfen von Brandsätzen an den Firmenadressen ermitteln die Staatsanwaltschaft Kassel und die speziell eingerichtete AG Bistro der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Nordhessen weiterhin intensiv. Neben einem bereits inhaftierten 21-Jährigen konnten inzwischen sieben weitere Verdächtige identifiziert und fünf von ihnen festgenommen werden.
Einer der Festgenommenen, ein 20 Jahre alter Mann aus Kassel, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt, wird dringend verdächtigt, am 28. August 2026 in der Kurt-Schumacher-Straße und am 4. September 2026 im Kasseler Ostring Brandsätze auf ein Bistro und einen 23-jährigen Mann geworfen zu haben. Das PP Nordhessen und die StA Kassel berichteten über diese beiden Vorfälle in einer Pressemitteilung am 9. September 2026 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6348889. Bezüglich des Wurfs eines Brandsatzes im Ostring wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Darüber hinaus wird er nun auch dringend verdächtigt, für eine vorsätzliche Brandstiftung verantwortlich zu sein, die sich bereits am 28. März 2026 im Außenbereich eines Restaurants in der Leipziger Straße in Kassel ereignet hatte (wie berichtet unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6226798). Diese Brandstiftung ist ebenfalls Teil des Ermittlungskomplexes.
Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten unter anderem ein 21-jähriger Mann aus Kaufungen und ein 19-jähriger Mann aus Kassel festgenommen werden, die verdächtigt werden, jeweils als Fahrer der Fluchtfahrzeuge bei den Taten im August und September gedient zu haben.
Wie im Fall des 21-jährigen Verdächtigen aus Kassel, der am 7. September 2026 bei einer Geldübergabe in der Kasseler Innenstadt festgenommen und inhaftiert wurde (wie bereits in der Pressemitteilung vom 9. September 2026 berichtet), waren auch die anderen Festgenommenen nicht die Urheber der Erpressungen und Geldforderungen.
Die umfangreichen Ermittlungen richten sich auch gegen zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren, die die syrische Staatsangehörigkeit besitzen und sich derzeit vermutlich im außereuropäischen Ausland aufhalten. Beide Verdächtige haben jedoch Verbindungen nach Kassel. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen sind sie die Urheber der Erpressungen und Geldforderungen und haben auch sogenannte Mittelsmänner beauftragt. Zwei dieser Vermittler aus Kassel wurden ebenfalls festgenommen, aber wieder freigelassen, da die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht erfüllt waren.
Zusätzlich gab es am 12. September 2026 um 00:30 Uhr in der Werner-Heisenberg-Straße in Kassel einen weiteren Brandanschlag, zu dem die Beamten der AG Bistro ermitteln. Ein Auto auf dem Gelände eines Gebrauchtwagenhändlers wurde vorsätzlich in Brand gesetzt. Das Feuer griff auf weitere Fahrzeuge über, wodurch ein Gesamtschaden von etwa 40.000 Euro entstand. Da die Täter in diesem Fall noch nicht ermittelt werden konnten, hat die Staatsanwaltschaft Kassel nun auch eine Belohnung ausgesetzt.
Die Belohnung in Höhe von 3.000 Euro wird für Hinweise zur Identifizierung der Täter des Brandanschlags am 12. September 2026 in der Werner-Heisenberg-Straße und zur Beschaffung von Beweismitteln für diese Tat ausgesetzt. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen bestimmt und nicht für Personen, deren Beruf die Verfolgung von Straftaten umfasst. Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt ohne Möglichkeit der Anfechtung.
Hinweise an die AG Bistro nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. 0561-9100 entgegen.
Außerdem bittet die Polizei mögliche weitere Opfer, die in den letzten Wochen in Kassel aufgefordert wurden, Geld zu zahlen oder unter Androhung von Brandanschlägen erpresst wurden, sich bei den Ermittlern zu melden.
Ulrike Schaake, Pressesprecherin Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561 – 910 1020
Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2653
Quelle: Presseportal








