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Eschwege: Opfer von Schockanruf betrogen

Betrüger erbeuteten Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro von einer Frau in Eschwege. Polizei sucht Zeugen.

Foto: Depositphotos

Eschwege (ost)

Eschwege (Werra-Meißner-Kreis):

Gestern am Donnerstagnachmittag haben Betrüger mit einem sogenannten Schockanruf Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro von einer Frau aus Ringgau gestohlen. Die Täter haben ihr Opfer mit einer erfundenen Geschichte über einen tödlichen Verkehrsunfall, den angeblich ihr Sohn verursacht haben sollte, derart verängstigt, dass sie die Wertsachen in eine Tasche steckte und damit zum vereinbarten Treffpunkt in Eschwege fuhr. Um 16:00 Uhr nahm dann ein vermeintlicher Polizeibeamter Geld und Schmuck entgegen. Die Ermittler der Kriminalpolizei Eschwege suchen nun nach Zeugen, die den Abholer beobachtet haben oder Hinweise auf die Betrüger geben können.

Um 15:00 Uhr erhielt die Frau einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss. Ein Mann, der sich als Polizist ausgab, erzählte ihr von dem schwerwiegenden Unfall, für den ihr Sohn verantwortlich war. Er drohte nun mit sofortiger Inhaftierung. Nur durch Zahlung einer hohen Kaution könne er freigelassen werden. Da die schockierte Dame angab, nicht genug Bargeld zu haben, forderte der Betrüger am Telefon sie auf, Schmuckstücke zu suchen. Die Frau packte die Wertgegenstände in eine Tasche und fuhr auf Anweisung des vermeintlichen Polizisten zum Amtsgericht Eschwege in der Friedrich-Wilhelm-Straße. Während sie noch im Auto saß, näherte sich ein Mann und gab sich ebenfalls als Polizeibeamter aus. Als er dann plötzlich mit den Wertsachen floh, flog der Schwindel auf.

Der Abholer war etwa 1,70 Meter groß, hatte einen dunkleren Teint und trug eine Kappe sowie eine schwarze Jeanshose. Wer am gestrigen Donnerstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Übergabeortes gesehen hat oder Informationen über die Täter hat, wird gebeten, sich unter Tel. 05651-9250 bei der Polizei in Eschwege zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 243 Fälle aufgezeichnet, von denen 224 gelöst wurden. Es gab 308 Verdächtige, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle gemeldet, von denen 216 gelöst wurden. Es gab 267 Verdächtige, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 aufgezeichneten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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