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Essen: Schwerer Straßenraub nahe Orangerie, Kripo sucht Zeugen

Ein Mann aus Kassel wurde am frühen Morgen überfallen, schwer verletzt und beraubt. Die Polizei bittet um Hinweise zur Ergreifung des Täters.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Kassel-Süd:

Gestern Abend wurde die Polizei zu einem verletzten Mann in einem Krankenhaus in Kassel gerufen, der offenbar angegriffen worden war. Der 30-jährige Mann gab den Beamten gegenüber an, dass er am frühen Morgen Opfer eines Raubüberfalls geworden war, bei dem ihm ein unbekannter Täter seine Geldbörse, sein Handy und seine Brille gestohlen hatte. Bei dem Überfall erlitt der Mann schwere Verletzungen, darunter einen Kieferbruch, und musste deshalb im Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittler der Kasseler Kripo suchen nun nach Zeugen, die Informationen über den Täter geben können.

Das Opfer erzählte den Polizisten, dass der Täter ihn am frühen Mittwochmorgen in der Nähe des Holländischen Platzes angesprochen und um Kleingeld für Essen gebeten hatte. Der hilfsbereite 30-Jährige bot dem Unbekannten an, ihm etwas zu kaufen, und sie gingen gemeinsam in Richtung Innenstadt. Der Täter lockte ihn dann unter einem Vorwand in die Karlsaue, wo es gegen 5:30 Uhr in der Nähe der Orangerie zum Raubüberfall kam, so das Opfer. Nach den Schlägen des Täters verlor der 30-Jährige das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam und den Diebstahl bemerkte, war der Täter verschwunden. Es handelte sich um einen 30 bis 35 Jahre alten Mann von 1,70 Metern Größe mit sportlicher Statur und dunklerem Teint, schwarzen Haaren, Vollbart, dunkler Kleidung und einem auffälligen Gang.

Zeugen, die am gestrigen Morgen etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. 0561-9100 zu melden.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 auf 1850. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 im Jahr 2022 auf 2263 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 1974 männlich und 199 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2046 männliche und 217 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1077 im Jahr 2022 auf 1179 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 12625 die meisten registrierten Raubüberfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.871 3.217
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.785 1.850
Anzahl der Verdächtigen 2.173 2.263
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.974 2.046
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 199 217
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.077 1.179

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls zurück, von 224 im Jahr 2022 auf 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267, wobei die meisten männlichen Verdächtigen waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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