Experten diskutierten über Auswirkungen und Prävention von Rechtsextremismus auf die Entwicklung von Jugendlichen. Landrat Mischak betonte die Wichtigkeit der Aufklärung über rechtsextreme Akteure und Strategien.
Fachtagung in Schlitz: Rechtsextremismus bei Minderjährigen

Vogelsbergkreis (ost)
Fachtagung in Schlitz: Rechtsextremismus und seine Auswirkungen auf die Entwicklung von Minderjährigen
Osthessen/Schlitz. „Minderjährige im Rechtsextremismus“: Unter dieser Überschrift trafen sich Anfang Juni rund 100 Fachkräfte aus Schulen und Behörden sowie unterschiedlichen Bereichen der Sozialen Arbeit in der Landesmusikakademie Schlitz. Organisiert wurde die Fachtagung von den osthessischen Fachstellen für Demokratieförderung und phänomenübergreifende Extremismusprävention (DEXT) und dem Beauftragten für die Prävention der politisch motivierten Kriminalität (PMK) des Polizeipräsidiums Osthessen.
Der Landrat des Vogelsbergkreises, Dr. Jens Mischak, unterstrich in seinem Grußwort die Notwendigkeit einer Aufklärung über rechtsextreme Akteure, Strategien und aktuelle Erscheinungsformen, indem er sich auch auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie die Aktivitäten von Rechtsextremisten in den Sozialen Medien bezog. „Die Initiative der Organisatoren des Fachtags, die mit den Impulsen über sich anbahnende Radikalisierungsprozesse und eine mögliche Kindeswohlgefährdung sensibilisieren wollen, begrüße ich ausdrücklich“, so Dr. Mischak.
Vorträge und Workshops
Im Rahmen von Vorträgen sowie Workshops wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über rechtsextremistische Radikalisierung, Politisch motivierte Kriminalität (PMK) – rechts und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Minderjährigen informiert. Im Einzelnen wurden folgende Themen durch die unterschiedlichen Referentinnen und Referenten beleuchtet:
Insbesondere auch die Workshops ermöglichten den Austausch hinsichtlich bewährter Praktiken bzw. Handlungsstrategien und boten Gelegenheit für individuelle Fragen.
Eine zusammenfassende Darstellung der Workshops sowie der Tagungskommentar von Frau Nora Zado vom Demokratiezentrum Hessen rundeten den Fachtag „Minderjährige im Rechtsextremismus“ in Schlitz ab.
Im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ wurde die Veranstaltung vom Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz (HMdI) gefördert. Am Fachtag inhaltlich beteiligt waren das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen, das Polizeipräsidium Osthessen, die „Rote Linie“ aus Marburg (Pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus), das Jugendamt des Landkreises Fulda, die Akademie Burg Fürsteneck sowie eine Referentin des Projekts „Eltern Stärken“ aus Berlin.
Gefertigt: Polizeipräsidium Osthessen, E4 – Prävention
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen sind zwischen 2021 und 2022 gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es 2022 bereits 9798 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist jedoch von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022 gesunken. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 2766 im Jahr 2021 auf 2653 im Jahr 2022. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen ist von 1945 auf 1806 gesunken, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 821 auf 847 gestiegen ist. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 948 im Jahr 2021 auf 851 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.896 | 9.798 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.173 | 3.961 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.766 | 2.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.945 | 1.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 821 | 847 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 948 | 851 |
Quelle: Bundeskriminalamt








