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Falsche Bankmitarbeiter am Telefon: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Im aktuellen Monat Mai verzeichnen die Ermittler der Kasseler Kripo einen Anstieg im Deliktsbereich der Betrugsmasche durch falsche Bankmitarbeiter. Opfer aus Stadt und Landkreis Kassel melden einen Schaden von mehreren Zehntausend Euro.

Foto: unsplash

Kassel (ost)

Stadt und Landkreis Kassel:

Im laufenden Monat Mai verzeichnet die EG SÄM der Kasseler Kripo einen Anstieg von Betrugsfällen durch falsche Bankmitarbeiter. Innerhalb der letzten drei Wochen haben die Ermittler elf Anzeigen von Opfern aus Stadt und Landkreis Kassel erhalten, wobei den Betroffenen insgesamt ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro durch Abbuchungen von ihren Konten entstanden ist. Aus diesem Grund warnt die Polizei vor der momentan vermehrt auftretenden Betrugsmasche in der Region.

Wie üblich bei dieser Art von Betrug erhält das Opfer einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter. Oft nutzen die Täter modernste Technik, sodass sogar die korrekte Rufnummer der Bank im Display des Angerufenen erscheint. Zudem haben die Betrüger bereits Zugriff auf das Online-Banking der Kontoinhaber durch gestohlene oder anderweitig unrechtmäßig erlangte Zugangsdaten. Während des Gesprächs weist der angebliche Bankmitarbeiter auf vermeintliche Probleme oder Unregelmäßigkeiten auf dem Konto hin, wie zum Beispiel verdächtige Falschüberweisungen, die die Bank stoppen möchte. Normalerweise wird dann eine Push-TAN in die App des Opfers gesendet, die bestätigt werden soll. In einigen Fällen fragen die Täter jedoch auch nach TAN-Nummern oder Freischalt-Codes und können so auf das Online-Banking des Opfers zugreifen.

Auch im neuesten gemeldeten Fall handelten die Betrüger auf die beschriebene Weise. Bei einer 53-jährigen Frau aus Kassel ging Mitte Mai ein Anruf ein, bei dem die tatsächliche Nummer ihrer Bank auf ihrem Handy angezeigt wurde, was den Eindruck verstärkte, dass tatsächlich eine Mitarbeiterin ihrer Bank am anderen Ende der Leitung sprach. Die Frau berichtete, dass sie eine versuchte Abbuchung von 2.900 Euro auf ein spanisches Konto bemerkt habe. Um diese unberechtigte Überweisung zu verhindern, sollte die Frau eine zugesandte Push-TAN freigeben, was sie auch in ihrer App tat. Nach dem Telefonat kamen der Frau Zweifel, woraufhin sie ihre Bank kontaktierte und erfuhr, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen war. Da die Überweisung nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte, hatten die Täter auf diese Weise 2.900 Euro von ihrem Konto gestohlen.

Um sich vor Betrug durch falsche Bankmitarbeiter zu schützen, gibt die Polizei folgende Ratschläge:

Kontakt:

Ulrike Schaake
Pressesprecherin
Tel. 0561-910 1021

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: +49 561 910 1020 bis 23
Fax: +49 611 32766 1010
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen sind zwischen 2021 und 2022 gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Trotz einer Zunahme der Fälle konnte jedoch eine geringere Anzahl von Fällen gelöst werden, von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 2766 auf 2653 zurück. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 8.896 9.798
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.173 3.961
Anzahl der Verdächtigen 2.766 2.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.945 1.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 821 847
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 948 851

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24