Mehrere Zehntausend Euro erbeutet: Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus und nutzen geschickte Gesprächsführung für Überweisungen. Polizei warnt und gibt Tipps.
Falsche Bankmitarbeiter betrügen Senioren in Lohfelden, Kassel und Schrecksbach

Lohfelden; Kassel; Schrecksbach (ost)
Lohfelden (Landkreis Kassel) / Kassel / Schrecksbach (Schwalm-Eder-Kreis):
Eine beträchtliche Summe Geld wurde am Freitag von Betrügern mit der hinterhältigen Methode der falschen Bankangestellten von älteren Menschen in Kassel, Lohfelden und Schrecksbach erbeutet. Die Täter gaben sich am Telefon als Mitarbeiter der Hausbank aus und überredeten ihre Opfer durch geschickte Gesprächsführung dazu, Überweisungen auf verschiedene Konten freizugeben. Da die Betrüger Echtzeitüberweisungen verwendeten, konnte das Geld bisher in keinem der Fälle zurückgebucht werden. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Ratschläge, wie man sich am Telefon vor den Betrügern schützen kann.
Um etwa 17:15 Uhr klingelte das Telefon eines Rentnerpaares in Lohfelden. Der Mann am anderen Ende der Leitung gab sich als Sicherheitsbeauftragter der Hausbank aus und schockierte das Paar mit der Nachricht, dass ihre gesamten Ersparnisse ins Ausland überwiesen worden seien. Um das Geld zurückzubekommen, sollten die Opfer unter Anleitung des Täters mehrere TANs weitergeben. Der vermeintliche Bankangestellte riet den Angerufenen sogar, während des Wochenendes nicht mehr das Online-Banking zu nutzen, da das Geld sonst nicht zurückgebucht werden könne. Nachdem die Betrüger das Gespräch beendet und die Senioren ihren Sohn angerufen hatten, kamen ihnen jedoch Zweifel und sie überprüften ihr Konto. Dabei stellten sie fest, dass die Täter die weitergegebenen Transaktionsnummern genutzt hatten, um das Geld der Senioren auf fremde Konten zu überweisen.
Bei einem älteren Herrn in Kassel-Wilhelmshöhe nutzten die Täter außerdem das sogenannte Telefon-Spoofing. Bei dieser Methode wird eine beliebige, scheinbar offizielle Nummer auf dem Display des Angerufenen angezeigt. Dadurch entsteht bei den Opfern der Eindruck, dass tatsächlich die entsprechende Bank anruft. Wie auch bei dem Ehepaar in Lohfelden, wurde der Rentner mit einer erfundenen Geschichte stark beunruhigt. Im Glauben, gemeinsam mit der Bank seine Ersparnisse zurückzubuchen, gab er schließlich am Telefon mehrere TANs weiter. Erst nach Beendigung des geschickt geführten Gesprächs bemerkte er, dass er Betrügern aufgesessen war und ein beträchtlicher Geldbetrag von seinem Konto verschwunden war.
Die Betrüger gingen anders vor, als sie eine Dame aus Schrecksbach, die zuvor eine gefälschte E-Mail von ihnen erhalten hatte, ins Visier nahmen. Die E-Mail sah aus, als käme sie von ihrer Bank und enthielt einen Link zum Online-Banking-Portal. Am Telefon setzten die Täter die Rentnerin so lange unter Druck, bis sie den Link anklickte, ihre Anmeldedaten eingab und es der Betrügerbande so unfreiwillig ermöglichte, Geld von ihrem Konto abzubuchen.
Um sich vor den falschen Bankangestellten zu schützen, gibt die Polizei folgende Ratschläge:
Wenn Sie Opfer geworden sind: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Quelle: Presseportal








