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Falscher Bankmitarbeiter in Grünberg unterwegs

Gestern versuchten Betrüger erneut, unter Vortäuschung falscher Tatsachen Beute zu machen. Die Kriminellen gaben sich als Bankmitarbeiter aus und durchsuchten die Wohnräume einer Seniorin.

Foto: unsplash

Giessen (ost)

Grünberg: Falscher Angestellter einer Bank unterwegs – Polizei gibt Ratschläge

Am gestrigen Tag versuchten Betrüger erneut, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Beute zu machen. Diesmal waren sie in Grünberg aktiv. Die Verbrecher gaben sich als Bankmitarbeiter aus und täuschten einer älteren Dame aus Grünberg zunächst telefonisch vor, verdächtige Kontobewegungen festgestellt zu haben. Um einen Schaden zu verhindern und auch, um Wertgegenstände der Frau in Sicherheit zu bringen, schickte man einen weiteren Mitarbeiter der Bank. Der Betrüger erschien schließlich gestern an der Wohnadresse der Dame im Stadtgebiet von Grünberg. Er erhielt schließlich Einlass und durchsuchte die Wohnräume der Frau. Nach aktuellem Stand nahm er nichts mit und entfernte sich gegen 16.30 Uhr.

Der vermeintliche Bankmitarbeiter sprach hochdeutsch und hatte eine helle Hautfarbe. Er war gepflegt, hatte kurze, braune Haare und ist etwa 20-25 Jahre alt. Erfahrungsgemäß versuchen Betrüger bei mehreren Personen, an Beute zu gelangen. In letzter Zeit ist der Polizei jedoch kein weiterer, ähnlicher Fall in dem Bereich des Landkreises bekannt geworden.

Zeugen oder weitere, noch nicht bekannte Opfer werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555 zu melden.

Betrüger manipulieren oft geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer zuerst zu schockieren. In vergangenen Fällen gab es bereits zahlreiche Anrufe und Gespräche, die sich teilweise über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Dabei üben die Verbrecher im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei angewandten Betrugsmaschen sind vielfältig. Im Zusammenhang mit falschen Bankangestellten ist der typische Ablauf der häufigsten Fälle wie folgt:

Um es den Verbrechern möglichst schwer zu machen, raten die Ermittler: Banken fragen telefonisch nie nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein vermeintlicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf. Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, privaten Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus.

Im Zweifelsfall gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!

Pierre Gath, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

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