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Falscher Polizeibeamter in Gießen macht hohe Beute

Ein Betrüger gab sich als Polizeibeamter aus und überredete eine Frau, 115.000 Euro zu überweisen. Die echte Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und gibt Tipps.

Foto: unsplash

Giessen (ost)

Zwischen Montag (9.2.) und Dienstag hat sich ein Unbekannter mehrmals telefonisch mit einer Gießenerin in Verbindung gesetzt und sie in ein Gespräch verwickelt. Er gab sich als besorgter Polizeibeamter aus und drängte sie eindringlich, dass das Geld auf ihrem Bankkonto in Gefahr sei und nicht mehr sicher. Während des Gesprächs erklärte er, dass ein Bankmitarbeiter mit Kriminellen zusammenarbeite. Es gab bereits Festnahmen in diesem Zusammenhang, bei denen der Name der Seniorin aufgetaucht sei. Deshalb forderte er die Seniorin auf, ihr Geld auf ein vermeintliches Konto der Staatsanwaltschaft zu überweisen und es so „in Sicherheit zu bringen“. Als Verwendungszweck sollte sie konspirativ „Anzahlung Wohnungskauf“ angeben. Darüber hinaus wies der skrupellose Dieb sie an, den Grund für die Zahlung auf keinen Fall der Bank mitzuteilen. Die 84-Jährige überwies schließlich 115.000 Euro auf ein fremdes Konto. Sie wurde später misstrauisch und informierte selbst die Polizei. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen.

Um es den dreisten Betrügern so schwer wie möglich zu machen, bittet die Polizei um Unterstützung. Sprechen Sie mit älteren Verwandten über die verschiedenen Methoden der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für Ihre Angehörigen zur Verfügung. Erklären Sie ihnen, dass sie jederzeit unter der Nummer 110 die Polizei um Hilfe bitten können.

Betrüger manipulieren oft geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer zuerst zu schockieren. In vergangenen Fällen gab es bereits zahlreiche Anrufe und Gespräche, die sich teilweise über einen längeren Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Dabei üben die Kriminellen immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die verwendeten Betrugsmaschen sind vielfältig. Im Zusammenhang mit falschen Bankmitarbeitern läuft der typische Ablauf der häufigsten Fälle wie folgt ab:

Die Ermittler raten: Banken fragen niemals telefonisch nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Wenn sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen meldet, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach auf! Bestätigen Sie im Zweifelsfall persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie niemals Informationen zu Ihren Wertgegenständen, persönlichen Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder anderen Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) preis.

Im Zweifelsfall gilt: Beenden Sie das Gespräch sofort und informieren Sie die Polizei!

Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsmaßnahmen und gibt kostenlose Tipps. Kontaktieren Sie die Ansprechpartner in Mittelhessen auf unserer Website: https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen

Pierre Gath, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

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