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Feuerwehr Idstein verhindert Brandausbreitung bei Akkubrand

Die Feuerwehr Idstein konnte erfolgreich die Ausbreitung des Brandes eines Akkutresors mit Lithium-Ionen-Akkus verhindern, indem sie spezielle Löschmittel einsetzte und die Akkus in einem Wasserbad kühlte.

Foto: Unsplash

Idstein (ost)

Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Idstein um 18 Uhr in die Maximilianstraße alarmiert. Vor Ort brannte ein sogenannter Akkutresor, in dem ein Händler rund 20 Lithium-Ionen-Akkupacks für Elektrogeräte gelagert hatte. Der Tresor stand unmittelbar an einem Gebäude, weshalb umgehend zusätzliche Kräfte aus Idstein und Idstein-Wörsdorf nachgefordert wurden.

Die Einsatzkräfte zogen den Behälter in sichere Entfernung und löschten den Brand unter Einsatz eines speziellen Löschmittelzusatzes. Ein erster Versuch, die Akkus auf einer Freifläche kontrolliert ausbrennen zu lassen, musste abgebrochen werden, da es beim Abrücken der Feuerwehr erneut zu einer Flammenbildung kam.

Lithium-Ionen-Akkus können sich nach einem Brand oder einer Beschädigung erneut entzünden. Ursache ist ein sogenannter „thermischer Durchgehprozess“: Hitze oder mechanische Schäden können das Innere der Zellen beeinträchtigen, sodass sich chemische Reaktionen im Akku auch nach dem Löschen fortsetzen. Dadurch kann es zu einer verspäteten Selbstentzündung kommen – manchmal erst nach Stunden.

Für solche Fälle steht in Idsteinein spezieller Abrollbehälter zur Verfügung, in dem brennende oder beschädigte Akkus von Elektrogeräten oder -fahrzeugen in einem Wasserbad über einen längeren Zeitraum sicher gekühlt werden. Die Feuerwehr Idstein setzte diesen Behälter ein. Die Akkus werden nun für etwa 72 Stunden in Wasser gelagert, um eine erneute Reaktion zuverlässig zu verhindern.

Im Einsatz waren 8 Fahrzeuge und 26 Einsatzkräfte bis etwa 20:30 Uhr. Zur Brandursache und Schadenshöhe liegen keine Informationen vor.

Hinweis zum sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus:

Quelle: Presseportal

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