Mehr als 100 Einsatzkräfte kontrollierten neun Kioske in Frankfurt und stellten große Mengen Lachgas sowie illegale Arzneimittel sicher. Insgesamt 15 Strafanzeigen wurden erstellt.
Frankfurt am Main: Behördenkontrollen in Frankfurt

Frankfurt (ost)
Über 100 Einsatzkräfte verschiedener Sicherheitsbehörden haben am Dienstagabend, dem 14. April 2026, zeitgleich neun Kioske im Stadtgebiet von Frankfurt überprüft. Dabei wurden neben großen Mengen Lachgas auch illegale Medikamente sichergestellt. Insgesamt wurden 15 Strafanzeigen erstellt. Es handelt sich um die erste groß angelegte Kontrollaktion dieser Art gegen den illegalen Besitz und Handel von Lachgas bundesweit. Die Maßnahme kann als deutlicher Erfolg im Kampf gegen den illegalen Handel mit Lachgas bewertet werden, dank der engen Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden und der Stadt Frankfurt am Main.
Die koordinierten Kontrollen begannen gleichzeitig in mehreren Stadtteilen, darunter im Bahnhofsviertel, in Höchst und in der Innenstadt. Beteiligt waren die Stadtpolizei, der Zoll, die Steuerfahndung, das Finanzamt, die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die städtische Verkehrspolizei, das Hessische Polizeipräsidium Einsatz, das Landeskriminalamt, die Frankfurter Polizei sowie die FES als zuständiger Fachentsorger.
Im Rahmen der Maßnahmen wurden insgesamt über 200 Kilogramm Lachgas sichergestellt, darunter 81 Kartuschen mit je 2 Kilogramm sowie 79 Kartuschen mit je 670 Gramm Füllgewicht. Außerdem wurden 26 Tabletten illegaler Medikamente gefunden. Gegen eine Person besteht zudem der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland. Die festgestellten Verstöße führten insgesamt zu 15 Strafanzeigen.
Um 21:30 Uhr wurden die Kontrollen abgeschlossen. Der erfolgreiche Ablauf des Einsatzes ist vor allem auf die enge Abstimmung und Zusammenarbeit der beteiligten Behörden zurückzuführen. Vergleichbare Kontrollen von Gewerbe- und Gaststätten werden auch in Zukunft durchgeführt, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu überwachen und die Sicherheit der Bevölkerung in Frankfurt weiter zu stärken.
Am 12. April 2026 trat auch das neue Gesetz zu psychoaktiven Substanzen in Kraft, das den Missbrauch von Lachgas eindämmen soll. Es regelt insbesondere den Handel und Verkauf: Erwachsene dürfen Lachgas nur noch in kleinen Mengen in Form von Kapseln mit einem maximalen Füllgewicht von 8,4 Gramm erwerben. Der Verkauf an Minderjährige sowie der Vertrieb von größeren Behältern ist seitdem verboten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 22378 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 19168, wobei 17079 männliche und 2089 weibliche Verdächtige waren. 6494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen weiter an, mit 26518 aufgezeichneten Fällen und 23101 gelösten Fällen. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei 17106 männliche und 2027 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








