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Frankfurt am Main: Beinahe-Unfall am Bahnhof Wächtersbach

Person wollte Gleise überqueren. ICE gestoppt, keine Kollision. Bahnverkehr nach Sperrung wieder normal.

Foto: unsplash

Wächtersbach (ost)

Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis) – Früh am Montagmorgen (18. August 2025) ereignete sich beinahe ein schwerer Bahnunfall am Bahnhof Wächtersbach. Um 05:50 Uhr wurde der Verdacht eines Personenunfalls mit dem ICE 1088 (Strecke Frankfurt am Main – Fulda) von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG gemeldet.

Nach bisherigen Informationen bemerkte der Lokführer beim Passieren des Bahnhofs einen Kontakt und brachte den Zug kurz nach der Station zum Stehen. Der Bahnhof wurde vorübergehend gesperrt. Feuerwehr, Rettungskräfte und Bundespolizei wurden unverzüglich zum Einsatzort entsandt.

Es stellte sich schnell heraus, dass es keinen Zusammenstoß mit einer Person gegeben hatte: Die vermeintlichen Blutspuren am Zugkopf entpuppten sich als Farbabrieb eines Rucksacks. Kurz darauf meldete sich ein Mann, der angab, die Gleise am Bahnhof Wächtersbach überqueren zu wollen. Er habe die Geschwindigkeit des herannahenden ICE unterschätzt und sich in letzter Minute durch einen Sprung aus dem Gleisbett retten können. Er erlitt nur Schürfwunden am Knie.

Der ICE war mit etwa 220 Passagieren besetzt. Die Maßnahmen dauerten bis etwa 07:16 Uhr an. Der Zugverkehr konnte danach wieder aufgenommen werden.

Der Betroffene erklärte, dass er auf dem Weg zur Arbeit einen Weg über die Gleise genommen habe. Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich davor, die Gleise unerlaubt zu überqueren, da dies lebensgefährlich ist und immer wieder zu tödlichen Unfällen führt.

Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main leitet nun Ermittlungen gegen den Mann wegen des Verdachts der Störung des Betriebs ein.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon endeten 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Unfälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (81,02%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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