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Frankfurt am Main: Betrug durch „Schockanruf“ in Seckbach

Trickbetrüger erbeuteten zehntausende Euro, indem sie eine tödlichen Unfall vorspielten und Wertgegenstände forderten. Polizei warnt vor solchen Anrufen und gibt Sicherheitstipps.

Foto: Depositphotos

Frankfurt (ost)

(yi) Am gestrigen Donnerstag (03. Oktober 2024) erbeuteten Trickbetrüger mehrere zehntausend Euro in Seckbach. Hierbei nutzten sie die Masche des „Schockanrufes“.

Die 77-jährige Geschädigte erhielt gegen 11:30 Uhr einen Anruf, in dem die Unbekannten ihr vorspielten, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Gegen eine Kautionszahlung sei der Gang in die Haft noch abzuwenden. Wenn man den gewünschten Geldbetrag nicht aufbringen könne, wäre es seitens der Anrufer in Ordnung, die vermeintliche Kaution in Form von Wertgegenständen aufzubringen.

Kurz darauf sei ein Unbekannter an der Wohnanschrift der Geschädigten erschienen, um den geforderten Betrag abzuholen. Die 77-Jährige übergab dem jungen unbekannten Mann sodann die Wertsachen, welcher daraufhin verschwand.

Hinweise der Polizei:

-Die Polizei oder die Justiz bittet Bürgerinnen und Bürger niemals um Geldbeträge oder Überweisungen am Telefon, um diese später in Empfang zu nehmen.

-Lassen Sie sich nicht von der Rufnummer auf dem Display täuschen. Recherchieren Sie eigenständig die Telefonnummer der Polizeidienststelle. Wählen Sie die Nummer im Anschluss selbst. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 haben zugenommen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist jedoch von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022 gesunken. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls zurückgegangen, von 2766 im Jahr 2021 auf 2653 im Jahr 2022. Von den Verdächtigen waren 1945 männlich, 821 weiblich und 948 nicht-deutsche Staatsbürger im Jahr 2021. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 8.896 9.798
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.173 3.961
Anzahl der Verdächtigen 2.766 2.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.945 1.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 821 847
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 948 851

Quelle: Bundeskriminalamt

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