Die Polizei führte eine groß angelegte Kontrolle im Innenstadtbereich durch, um die lokale Dealerszene zu bekämpfen und die Sicherheit zu erhöhen.
Frankfurt am Main: Großkontrolle in Frankfurter Innenstadt

Frankfurt (ost)
Die Polizei in Frankfurt führte gestern (15. Juli 2025) eine umfangreiche Kontrolle im Stadtzentrum mit zahlreicher Unterstützung von Kräften des hessischen Polizeipräsidiums durch.
Die Aktionen sind Teil der hessischen „Innenstadtoffensive gegen Kriminalität“ und ergänzen die verstärkten Präsenzmaßnahmen der Frankfurter Polizei seit September 2022.
Mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten kontrollierten am Nachmittag bis spät in die Nacht Personen sowie Gaststätten von der Hauptwache bis ins Allerheiligenviertel und im Bahnhofsviertel.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf Personen, die Drogenhandel auf der Straße betreiben. Die eingesetzten Ermittler führten gezielte Kontrollen durch, um die örtliche Drogenszene zu verunsichern und den Verkauf zu unterbinden. In diesem Zusammenhang wurden neun Personen festgenommen und mehrere Hundert Gramm Drogen sichergestellt, darunter Marihuana, Haschisch, Kokain, Crack und Ecstasy. Zusätzlich konnte beobachtet werden, wie eine Gruppe von Dealern sich in einer nahegelegenen Lokalität mit Drogen versorgte, um sie dann auf der Straße zu verkaufen. Mit Hilfe eines Rauschgiftspürhundes wurde die Lokalität durchsucht: Der Diensthund entdeckte schnell zwei sogenannte „Bunker“, in denen die Drogen zwischengelagert wurden.
Am Ende der Kontrolle wurden über 250 Personen kontrolliert, mehr als 20 Strafanzeigen erstattet und mehrere Messer beschlagnahmt.
Um den Stadtteil für Personen, die dort regelmäßig Straftaten begehen, so unattraktiv wie möglich zu machen, werden solche Maßnahmen auch in Zukunft regelmäßig fortgesetzt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle aufgezeichnet, von denen 22.378 gelöst wurden. Es gab insgesamt 19.168 Verdächtige, davon 17.079 Männer, 2.089 Frauen und 6.494 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 26.518, von denen 23.101 gelöst wurden. Es gab insgesamt 19.133 Verdächtige, davon 17.106 Männer, 2.027 Frauen und 7.004 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zur Region Nordrhein-Westfalen, die im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle in Deutschland verzeichnete – 73.917 – sind die Zahlen in Hessen deutlich niedriger.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








