Ein 67-jähriger Deutscher wurde festgenommen, verdächtigt, vor 25 Jahren seine Tochter getötet zu haben. Fahndungskampagne „Identify Me“ führte zur Identifizierung des Opfers.
Frankfurt am Main: Identify Me Kampagne erfolgreich

Wiesbaden / Frankfurt (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und dem Hessischen Landeskriminalamt
Das Hessische Landeskriminalamt hat am 12.05.2026 einen 67-jährigen deutschen Staatsbürger auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main festgenommen, der dringend verdächtigt wird, vor fast 25 Jahren seine damals 16-jährige Tochter getötet und ihren Körper in den Main geworfen zu haben (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/5880985).
Der Verdächtige wurde noch am selben Tag der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt am Main vorgeführt, die daraufhin Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes anordnete.
Die relevanten Hinweise ergaben sich durch die internationale Kampagne „Identify Me“, bei der im Oktober 2024 dazu aufgerufen wurde, Hinweise auf die Identität des „Mädchens aus dem Main“ und auf den Täter zu geben.
Nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung wurden die Ermittlungen mit unverminderter Intensität fortgesetzt, was nun zur Festnahme des Verdächtigen führte.
Der 67-jährige, in Pakistan geborene Mann soll seine Tochter zwischen dem 28. und 31. Juli 2001 in der damaligen Familienwohnung in Offenbach durch eine Vielzahl brutaler Schläge getötet haben. Anschließend soll er den Leichnam der 16-Jährigen in ein Bettlaken gewickelt, verschnürt und die verpackte Leiche an einem Sonnenschirmständer befestigt haben, um sie dann in den Main in Frankfurt zu werfen. Der Körper wurde am Nachmittag des 31. Juli 2001 von Passanten im Main treibend entdeckt.
Die Ermittlungen, die nach wie vor mit erheblicher Intensität geführt werden, dauern an.
Hintergrund zu „Identify Me“:
„Identify Me“ ist eine internationale Fahndungskampagne zur Identifizierung von Frauen, deren Leichen in sechs europäischen Ländern gefunden wurden und von denen viele wahrscheinlich einem Tötungsdelikt zum Opfer fielen. Die meisten Fälle sind ungeklärte Altfälle; Frauen, die vor 10, 20, 30 oder sogar 40 Jahren starben. Ihre Leichen wurden in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden oder Spanien gefunden. Trotz umfangreicher lokaler Ermittlungen konnten sie nicht identifiziert werden und Hinweise deuten darauf hin, dass einige von ihnen aus anderen Ländern stammen könnten. Wer sie sind, woher sie kommen und warum sie sich in diesen Ländern aufhielten, ist unbekannt. Siehe auch die Fahndungsseite des Bundeskriminalamtes https://www.bka.de/DE/Landingpages/Identifyme/identifyme_node.html).
Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 308 auf 267 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








