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Frankfurt am Main: Illegale Prostitution unterbunden

Bundespolizei und Staatsanwaltschaft Aachen stoppen sexuelle Dienstleistungen in Tagesterminwohnungen. Drei Haftbefehle vollstreckt.

Foto: unsplash

Frankfurt/Main (ost)

Illegale Sexarbeit – Die Bundespolizei und die Staatsanwaltschaft Aachen haben sexuelle Dienstleistungen in Tagesterminwohnungen unterbunden. Drei Haftbefehle wurden vollstreckt.

Im Rahmen der Bekämpfung illegaler Prostitution und illegalen Aufenthalts durchsuchten 172 Einsatzkräfte der Bundespolizei und ein Bargeldspürhund des Zollfahndungsamtes Essen heute insgesamt neun Objekte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, darunter zwei Objekte in Düsseldorf und jeweils ein Objekt in Aachen, Bünde, Bad Honnef, Mühlheim an der Ruhr, Hünfelden, Buseck und Gernsbach. Dabei wurden drei Haftbefehle vollstreckt. Die drei festgenommenen Verdächtigen wurden heute Mittag einem Haftrichter des Amtsgerichts Aachen und des Amtsgerichts Herford vorgeführt, welche die Untersuchungshaft anordneten.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt die Inspektion Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen bereits seit Februar 2025 u.a. wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Die Verdächtigen sind zwei chinesische Staatsangehörige und zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 29 bis 47 Jahren. Die zwei Frauen und einer der Männer werden beschuldigt, zahlreichen chinesischen Staatsangehörigen ohne erforderlichen Aufenthaltstitel die Prostitution ermöglicht zu haben. Die Beschuldigten sollen dafür unter anderem Räume zur Verfügung gestellt und entsprechende Anzeigen auf Erotikplattformen geschaltet haben. Bei dem zweiten männlichen Verdächtigen handelt es sich um einen Vermieter, der über einen längeren Zeitraum Wohneigentum zur Verfügung gestellt hat.

Als Beweismittel beschlagnahmten die Ermittler drei Fahrzeuge sowie 12720 Euro und 1910 Schweizer Franken. Zudem sicherten sie umfangreiche Beweismittel, darunter Mobiltelefone, Computer und andere Speichermedien.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden auch fünf weibliche chinesische Staatsangehörige ohne gültigen Aufenthaltstitel angetroffen. Gegen eine der angetroffenen Frauen lag zudem ein offener Vollstreckungshaftbefehl der StA Traunstein vor. Die Vollstreckung konnte durch Zahlung der Strafe abgewendet werden. Alle Frauen wurden nach der strafprozessualen Bearbeitung an die zuständigen Ausländerbehörden übergeben.

Quelle: Presseportal

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