Die Frankfurter Polizei intervenierte bei antisemitischen Äußerungen während einer Versammlung am Börsenplatz und löste sie auf. Weitere Versammlungen im Stadtgebiet verliefen störungsfrei.
Frankfurt am Main: Polizei löst Versammlung auf

Frankfurt (ost)
Wie allgemein bekannt war, fanden heute in Frankfurt mehrere Versammlungen statt, darunter im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Palästina und dem Iran. Die Frankfurter Polizei hatte den Einsatztag sorgfältig vorbereitet, da verschiedene Interessen mit unterschiedlichen Ansichten und einem hohen Maß an Emotionalität aufeinandertreffen konnten.
Aus diesem Grund war die Polizei frühzeitig im gesamten Stadtgebiet präsent, um die Versammlungen zu schützen und bei Störungen entschlossen einzugreifen. Eine Versammlung begann um 14:00 Uhr am Börsenplatz mit etwa 500 Teilnehmenden und zog zum Alfred-Brehm-Platz. Während des Aufzugs kam es zu antisemitischen Äußerungen wie „Kindermörder Israel“ und „Tod Israel“. Die Polizei stoppte den Aufzug sofort, intervenierte bei der Versammlungsleiterin und forderte die Teilnehmenden per Lautsprecherdurchsagen auf, solche Äußerungen zu unterlassen.
Bei weiteren ähnlichen Äußerungen wurde die Auflösung der Versammlung angedroht. Gegen 16:35 Uhr rief eine weitere Person zur Vernichtung Israels auf, woraufhin die Polizei die Versammlung am Alfred-Brehm-Platz um 16:45 Uhr auflöste. Die Teilnehmenden verließen daraufhin den Ort. Aufgrund der antisemitischen Äußerungen wurden die Identitäten von zwei Personen festgestellt und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Während des Abzugs wurde Pyrotechnik gezündet, wobei niemand verletzt wurde.
Die größte Versammlung kündigte sich um 15:00 Uhr am Rathenauplatz an. Nach einer Eröffnungskundgebung bewegte sich der friedliche Aufzug mit ca. 1.600 Teilnehmenden durch die Innenstadt zum Römerberg. Dort fand eine Abschlusskundgebung statt, und die Versammlung endete um 18:00 Uhr.
Die übrigen Versammlungen und Veranstaltungen verliefen ebenfalls ohne Störungen. Aufgrund der Vielzahl von angemeldeten Versammlungen mit insgesamt ca. 3.000 Teilnehmenden kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.
Quelle: Presseportal








