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Frankfurt am Main: Polizeischlag gegen Dealerszene an der Konstablerwache

Eine intensive Kontroll- und Ermittlungsarbeit führte zu 85 eingeleiteten Strafverfahren gegen Betäubungsmittelhändler und Cannabisdealer.

Foto: Depositphotos

Frankfurt (ost)

(ha) Eine umfangreiche Überwachungs- und Ermittlungsarbeit der Polizei in Frankfurt führte in den vergangenen Monaten im Bereich der Konstablerwache zu zahlreichen Festnahmen von verschiedenen Drogenhändlern und Cannabisverkäufern. Am vergangenen Sonntag (11. Januar 2026) erreichten die Maßnahmen ihren vorläufigen Höhepunkt.

Als Reaktion auf anhaltende Beschwerden von Geschäftsleuten und Anwohnern rund um die Konstablerwache haben die verdeckten Ermittler der Frankfurter Polizei in den letzten Monaten verstärkt diesen Bereich ins Visier genommen.

Die Konstablerwache ist schon länger im Fokus der Polizei. Neben den sichtbaren Maßnahmen wurden seit November 2025 auch die verdeckten Maßnahmen in diesem Bereich verstärkt, um den Druck auf die örtliche Dealer-Szene zu erhöhen.

Neben der gezielten Beobachtung des Geschehens und der sicheren Dokumentation illegaler Deals gab es immer wieder Festnahmen von Personen, die der Dealer-Szene dort zugeordnet werden konnten.

Bis zum Sonntag (11. Januar 2026) wurden bereits 76 Strafverfahren wegen des Verdachts des Drogenhandels oder des Handels mit Cannabisprodukten eingeleitet. In den meisten Fällen war es möglich, die Straftaten über die Videokameras nachzuvollziehen und zu dokumentieren.

Die Maßnahmen kulminierten in einer Kontrollaktion am vergangenen Sonntag, bei der die Fahnder 13 Personen aus der örtlichen Szene vorläufig festnahmen und weitere Strafverfahren einleiteten. Seit Anfang November lässt sich folgendes Ergebnis festhalten:

Insgesamt wurden 85 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Drogenhandels oder des Handels mit Cannabisprodukten eingeleitet. Die Verfahren richten sich gegen 45 Personen. Zudem konnten die Fahnder Haschisch, Marihuana, Kokain, verschreibungspflichtige Medikamente und Bargeld sicherstellen. Den Beamten gelang es auch, Fälle von gewerbsmäßigem Handel oder dem Verkauf von Drogen an Minderjährige nachzuweisen, wodurch bei insgesamt 5 Verdächtigen Untersuchungshaft angeordnet wurde. Gegen wiederholt auffällige Personen haben die Fahnder insgesamt 9 Aufenthaltsverbote verhängt.

Die Kontrollergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit der polizeilichen Maßnahmen in diesem Bereich. Auch in Zukunft werden neben der hohen Präsenz weiterhin verdeckte Kontrollmaßnahmen durchgeführt, um das Sicherheitsgefühl an der Konstablerwache weiter zu steigern und die Szene nachhaltig zu verunsichern.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant, wobei die meisten davon männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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