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Frankfurt am Main: Telefonbetrüger erbeuten 65.000 Euro

Ein Mann aus der Rhön wurde Opfer von Telefontrickbetrügern, die ihn mit falschen Informationen zur Zahlung von 65.000 Euro verleiteten.

Foto: Depositphotos

Frankfurt (ost)

Fulda. Am Donnerstag (11.07.) fiel ein Mann aus der Rhön dreisten Telefontrickbetrügern zum Opfer und übergab ihnen Geld und Wertgegenstände im Wert von etwa 65.000 Euro.

Der Trick

Die Anrufer behaupteten, dass seine Frau einen Unfall verursacht habe. Die Sorge um seine Angehörige und deren Gesundheit war enorm. Doch es wurde noch schlimmer, so suggerierten die Betrüger. Eine 58-jährige Frau, die angeblich von der Ehefrau angefahren worden war, sei an ihren Verletzungen gestorben. Obwohl es der Angehörigen gesundheitlich gut gehe, drohte ihr nun eine Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung. Die einzige Möglichkeit, eine Haft zu vermeiden, war die Zahlung einer Kaution in Höhe von 65.000 Euro.

Das Vorgehen der Täter

Über mehrere Stunden hinweg hielten die Betrüger den Mann aus der Rhön am Telefon fest und verhinderten so, dass er seine Frau oder die echte Polizei unter den bekannten Rufnummern anrufen konnte. Durch die extreme Angst- und Stresssituation des Angerufenen konnten die Täter ihn schließlich dazu bringen, gegen kurz vor 17 Uhr Geld und Wertgegenstände im Wert von etwa 40.000 Euro, verpackt in einer roten Stofftüte mit weißen Verzierungen, in der Frankfurter Straße, gegenüber einer Tankstelle, an einen vermeintlichen Notar zu übergeben. Aber das war den Betrügern nicht genug, sie forderten weitere 25.000 Euro für die Freilassung der Frau. Der Mann aus der Rhön organisierte das fehlende Geld aus Sorge um seine Frau und übergab es erneut an den angeblichen Notar. Der Anrufer teilte dem Rhöner jedoch mit, dass die Gerichtskasse in Fulda bereits geschlossen sei und schickte den Mann mit dem Auto nach Frankfurt am Main. Dort übergab der Rhöner den Restbetrag in einem Briefumschlag in der Platenstraße an denselben Mann wie zuvor in Fulda. Der Betrüger kann als etwa 45 Jahre alt, rund 1,70 Meter groß, mit dunklem Oberlippenbart, Glatze, braunem Hautteint, korpulenter Statur, blauer Jeans, weißem T-Shirt und schwarzer Umhängetasche beschrieben werden.

Erst auf dem Heimweg wurde der Betrug entdeckt und der Mann aus der Rhön sowie seine Frau erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Zeugenaufruf

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die möglicherweise verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Wer hat zur Übergabezeit in der Frankfurter Straße in Fulda oder der Platenstraße in Frankfurt am Main auffällige Personen – siehe Personenbeschreibung – oder Fahrzeuge gesehen? Diese Personen werden gebeten, sich an die Polizei in Fulda unter der Rufnummer 0661/105-0 zu wenden.

Die Polizei warnt dringend:

Quelle: Presseportal

nf24