Zwei Männer an Flughäfen festgenommen, dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft.
Frankfurt am Main: Verdacht schwerer staatsgefährdender Gewalttat

Wiesbaden (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und dem Hessischen Landeskriminalamt (HLKA)
In einem ausführlichen Ermittlungsverfahren des HLKA mit der Beteiligung des Polizeipräsidiums Nordhessen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurden gestern zwei Männer an den Flughäfen Hannover und Stuttgart festgenommen. Die beiden deutschen Staatsbürger, 27 und 18 Jahre alt, wurden dem Richter in Frankfurt am Main vorgeführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft.
Den Männern mit Verbindungen zur islamistischen Szene wird vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Straftat gemäß § 89 a des Strafgesetzbuches vorbereitet zu haben.
Umfangreiche Ermittlungen der beteiligten Strafverfolgungsbehörden mit Bezug zu mehreren Bundesländern, insbesondere nach Nordrhein-Westfalen, konkretisierten den Verdacht, dass die beiden Beschuldigten nach Syrien ausreisen wollten, um sich dort vermutlich ausbilden zu lassen und an Kampfhandlungen im Ausland teilzunehmen.
Durch intensive polizeiliche Maßnahmen, einschließlich des Einsatzes von Spezialeinheiten, konnte die Ausreise erfolgreich verhindert werden.
Bei Durchsuchungen der Wohnungen in Kassel und im Landkreis Kassel wurden unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen, viele Flyer und Broschüren mit Bezug zur Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS), Bargeld sowie verschiedene Handys und Datenträger gefunden, die nun genauer ausgewertet werden.
Neben Kräften des HLKA und des Polizeipräsidiums Nordhessen waren auch Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei, des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz und des Polizeipräsidiums Frankfurt a. M. im Einsatz.
Zu keinem Zeitpunkt bestand eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal








