Die Polizei hat zwei junge Männer nach einer Serie von Straftaten in der Frankfurter Innenstadt festgenommen. Sie werden verdächtigt, innerhalb weniger Stunden mehrere Delikte begangen zu haben.
Frankfurt am Main: Verdächtige Männer festgenommen

Frankfurt (ost)
(di) Während der Nacht von Samstag auf Sonntag (10. auf 11. Januar 2026) beendete die Polizei das kriminelle Treiben eines Duos abrupt. Die beiden jungen Männer werden verdächtigt, innerhalb weniger Stunden mehrere Straftaten in der Innenstadt begangen zu haben.
Die beiden Straftäter im Alter von 16 und 19 Jahren wurden im Zuge einer Personenkontrolle von den Beamten entlarvt. Als eine Streifenwagenbesatzung die beiden gegen 03:30 Uhr in der Neckarstraße anhielt und überprüfte, entdeckten die Beamten verschiedene gestohlene Gegenstände. Außerdem beobachteten sie, wie die Randalierer versuchten, eine Schreckschusspistole und ein Messer loszuwerden.
Während der darauf folgenden Ermittlungen ergab sich allmählich der Verdacht, dass die beiden für mehrere vorherige Straftaten in der Innenstadt verantwortlich sein könnten. Im Laufe des nächsten Tages setzten die Ermittler nach und nach die Teile des kriminellen Puzzles zusammen und ermittelten folgende Verdachtsmomente:
Neben dem versuchten Diebstahl einer Kellnergeldbörse in einer Bar am Friedrich-Stolze-Platz und zwei Einbrüchen in der Vilbeler Straße besteht auch der Verdacht, dass die beiden versucht haben, von drei jungen Frauen in einem Hinterhof im Holzgraben Bargeld und Zigaretten zu erpressen. Dieser Forderung sollen sie mit einer Schreckschusspistole und einem Messer Nachdruck verliehen haben. Außerdem wird ein Handtaschendiebstahl an der Hauptwache mit anschließendem versuchten Missbrauch einer daraus erhaltenen EC-Karte in einem Kiosk den beiden zugeschrieben. Die insgesamt sechs Taten ereigneten sich fast nahtlos hintereinander im Zeitraum zwischen 01:20 und 03:30 Uhr.
Der 16-jährige Tatverdächtige wurde nach Abschluss der Maßnahmen entlassen und seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Der 19-jährige bereits bekannte Täter soll nach Absprache mit der Justiz heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Denn bei den vorgeworfenen Straftaten handelt es sich keineswegs um Bagatelldelikte. Für die Begehung einer schweren räuberischen Erpressung sieht das Gesetz beispielsweise eine Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren vor.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 im Jahr 2022 auf 1850 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 im Jahr 2022 auf 2263 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 1974 männlich und 199 weiblich im Jahr 2022, während es 2046 männliche und 217 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1077 im Jahr 2022 auf 1179 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt








