Über 3 Milliarden Euro an Steuereinnahmen für den Bund. Das Zollamt erhebt Steuern, bekämpft Schwarzarbeit und überwacht den Warenverkehr in Südhessen.
Frankfurt am Main: Zollamt Darmstadt präsentiert Jahresbilanz 2023

Darmstadt (ost)
Das Hauptzollamt Darmstadt hat die Verantwortung in Südhessen für die Erhebung von Steuern und Abgaben, die Bekämpfung von Schwarzarbeit und die Überwachung des Warenverkehrs. Über 550 Mitarbeiter erledigen diese Aufgaben an verschiedenen Standorten wie Bensheim, Darmstadt, Frankfurt am Main, Hanau, Offenbach am Main und Wiesbaden.
Die wichtigsten Punkte des Jahresberichts für 2023 im Detail:
Im Jahr 2023 hat das Hauptzollamt Darmstadt rund 3,4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben eingenommen.
Von diesen Einnahmen entfallen 56,3 Millionen Euro auf Zölle, die an die EU gehen. Der Rest fließt in den Bundeshaushalt. Besonders hervorzuheben sind die Einnahmen aus der Einfuhrumsatzsteuer mit fast 1,9 Milliarden Euro. Danach kommen die Verbrauchsteuereinnahmen von rund 890 Millionen Euro – hauptsächlich durch die Stromsteuer (mit etwa 390 Millionen Euro) und die Energiesteuer (mit etwa 320 Millionen Euro). Aber auch die Kfz-Steuer mit etwa 310 Millionen Euro und die Luftverkehrsteuer mit rund 230 Millionen Euro trugen zum Gesamtergebnis bei.
Im Jahr 2023 wurden durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Darmstadt
Die Überprüfungen wurden in Unternehmen verschiedenster Branchen durchgeführt. Dazu gehörten auch gezielte Schwerpunktprüfungen in der Hotel- und Gaststättenbranche, im Baugewerbe oder bei Kurierdiensten. Auf diese Weise konnten die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dazu beitragen, dass Abgaben gerecht und korrekt entrichtet werden und somit der Sozialstaat gesichert wird.
Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Darmstadt mit Sitz in Frankfurt am Main überwacht den Waren- und Personenverkehr in der Region. Im Jahr 2023 wurden etwa 9.900 Personen kontrolliert. Dabei wurden rund 500 Kilogramm Rauschgift sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen. Darunter waren über 400 Kilogramm Marihuana, knapp 40 Kilogramm Haschisch, rund 32 Kilogramm Khat und gut 5,5 Kilogramm Amphetamine und Ecstasy.
Zusätzlich wurden durch die Kontrolleinheit Verkehrswege auch über 126.000 geschmuggelte Zigaretten sichergestellt.
Der Prüfungsdienst des Hauptzollamts Darmstadt leistete einen wichtigen Beitrag zur gerechten Steuererhebung. Er stellt sicher, dass die Zoll- und Verbrauchsteuervorschriften sowie die gesetzlichen Bestimmungen für bestimmte Verkehrssteuern, wie z.B. die Luftverkehrsteuer, eingehalten werden. Im Jahr 2023 wurden etwa 500 Prüfungen und rund 1.700 Steueraufsichtsmaßnahmen durchgeführt. Insgesamt wurden über 4 Millionen Euro an Zöllen, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuern nachgefordert. Die Einnahmen aus Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 3,2 Millionen Euro.
Im Bereich der Marken- und Produktpiraterie wurden im Jahr 2023 etwa 5.600 Artikel sichergestellt. Im Bereich der Produktsicherheit wurden im Jahr 2023 über 43.800 Artikel beschlagnahmt. Die aus dem Ausland importierten Produkte entsprachen nicht den rechtlichen Vorgaben oder erfüllten sie gar nicht. Daher werden die Produkte aus dem Verkehr gezogen.
Um die verschiedenen und interessanten Aufgabenbereiche des Zolls zu bewältigen, sind bundesweit über 48.000 Zöllner im Einsatz. Im Sommer 2023 bildete das Hauptzollamt Darmstadt z.B. 130 Auszubildende und Studenten in der zweijährigen Zollausbildung (mittlerer Dienst) und im dreijährigen dualen Studium (gehobener Dienst) aus.
Das Hauptzollamt Darmstadt sucht weiterhin nach Verstärkung! Interessierte können sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium ab dem 01. September 2025 bis zum 15. Oktober 2024 bewerben.
Informationen zum Bewerbungsverfahren und zum Zoll finden Sie unter www.zoll-karriere.de. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen online über dasselbe Portal.
Fragen zur Ausbildung und zum dualen Studium können gerne telefonisch an die Ausbildungsleitung des Hauptzollamts Darmstadt unter der Rufnummer 06151/9180-1107 oder 06151/9180-1108 oder per E-Mail an ausbildung.hza-darmstadt@zoll.bund.de gestellt werden.
Das Hauptzollamt Darmstadt informiert Interessierte auch im Rahmen von Berufsinformationstagen am 15.07.2024 und 14.10.2024. Bitte melden Sie sich dafür unter der E-Mail-Adresse presse.hza-darmstadt@zoll.bund.de an.
Kontakt:
Hauptzollamt Darmstadt
Angelika Hipp-Clemens
Telefon: 061519180-1006
E-Mail: presse.hza-darmstadt@zoll.bund.de
www.zoll.de
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 waren rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 25216 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während es im Jahr 2022 nur noch 24363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 23331 auf 22378. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 19820 auf 19168 zurück, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 17079 im Vergleich zu den weiblichen Verdächtigen von 2089 höher war. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg leicht von 6321 auf 6494 an. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 70510 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








