Mehr als 150 Personenkontrollen und 13 Rauschgiftverstöße im Rahmen der „Sichere Innenstadt“ Offensive in Frankfurt.
Frankfurt-Bahnhofsviertel: Polizeikontrollen im Bahnhofsviertel
Frankfurt (ost)
Mehr als 150 Personen wurden kontrolliert, es gab neun Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, 13 Verstöße im Zusammenhang mit Rauschgift, darunter sieben Fälle von Rauschgifthandel, drei Haftbefehle wurden vollstreckt und Rauschgift wurde beschlagnahmt – so lautet die Bilanz der gestrigen Kontrollen im Bahnhofsviertel und in der Innenstadt in der Nähe der Konstablerwache und Staufenmauer, die von der Frankfurter Polizei in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und dem Hessischen Polizeipräsidium Einsatz (HPE) am Nachmittag und Abend durchgeführt wurden.
Die Aktionen sind Teil der hessischen „Innenstadtoffensive gegen Kriminalität“ und ergänzen die verstärkten Präsenzmaßnahmen der Frankfurter Polizei seit September 2022.
Mehr als 170 Polizeibeamte patrouillierten flächendeckend in den Bereichen rund um den Hauptbahnhof, die Taunusstraße, die Düsseldorfer Straße, das Kaisertor, die Kaiserstraße, die Poststraße, die sogenannten „Wasserstraßen“ sowie in der Innenstadt die Bereiche Konstablerwache und Staufenmauer.
Besonders erwähnenswert ist das sichergestellte Bargeld in Höhe von etwa 7500 EUR und etwa 30 kg Münzgeld, das bei einer Wohnungsdurchsuchung im Zusammenhang mit einem Crackhandel gefunden wurde. Die Ermittler stellten außerdem sechs neue Aufenthaltsverbotsverfügungen aus, beschlagnahmten mehr als 100 g Haschisch, ungefähr 80 g Marihuana, circa 13 g Ecstasy, ein Messer und ein Fahrrad.
Die gestrige Kontrollaktion ist ein wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung der Polizei im Bahnhofsviertel: Das polizeiliche Vorgehen wird auch in Zukunft darauf abzielen, einerseits gezielt und konsequent gegen Rauschgifthändler vorzugehen und andererseits jegliche Bildung offener Drogenszenen im öffentlichen Raum entschieden zu unterbinden. Gewerbetreibende, Gastronomen, Anwohner und Bürger reagierten äußerst positiv auf die ergriffenen Maßnahmen und die deutlich spürbare Präsenz der Polizei.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.
2022 | 2023 | |
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Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt