225 kontrollierte Personen, 36 Strafanzeigen, vier Ordnungswidrigkeitenverfahren und acht Festnahmen – Bilanz der Maßnahmen „Sichere Innenstadt“
Frankfurt-Bahnhofsviertel: Polizeikontrollen in Frankfurt

Frankfurt (ost)
225 Personen wurden kontrolliert, es gab 36 Strafanzeigen, vier Ordnungswidrigkeitenverfahren und acht Festnahmen mit dem Ziel der richterlichen Vorführung – dies war das Ergebnis der gestrigen Kontroll- und Präsenzmaßnahmen der Polizei im Frankfurter Stadtgebiet am 4. Juli 2024.
Personen, die im öffentlichen Raum Straftaten begehen und glauben, dass die hessische Polizei aufgrund der Fußballeuropameisterschaft nur wegen dieses Anlasses im Einsatz ist, wurden gestern eines Besseren belehrt. Denn auch während des Großeinsatzes anlässlich der Fußballeuropameisterschaft führten rund 150 Polizeibeamte der Frankfurter Polizei und des Hessischen Polizeipräsidiums gestern ab den Nachmittagsstunden bis in den Abend hinein mehrere Kontrollen im Bahnhofsgebiet und in der Innenstadt im Bereich der Konstablerwache sowie im Allerheilgenviertel durch.
Die Maßnahmen sind Teil der hessischen „Innenstadtoffensive gegen Kriminalität“ und werden zusätzlich zu den seit September 2022 verstärkten Präsenzmaßnahmen der Frankfurter Polizei durchgeführt.
Das Ziel dieser Maßnahmen ist unter anderem,
Die polizeilichen Maßnahmen begannen gegen 16.30 Uhr mit zwei Großkontrollen – im Bahnhofsgebiet sowie gleichzeitig in der Innenstadt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Bereich „An der Staufenmauer“ in der Nähe der Konstablerwache, da es hier eine hohe Beschwerdelage von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Passanten gibt. Es wird von jungen Männern berichtet, die dort, teils aggressiv, mit Drogen handeln, Passanten belästigen und insgesamt das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen.
Bei diesen ersten beiden Kontrollmaßnahmen wurden zahlreiche Strafanzeigen erstellt, hauptsächlich wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und den Besitz von Betäubungsmitteln, sowie drei Personen festgenommen, die per Haftbefehl gesucht wurden. Außerdem fand die Polizei bei einem kontrollierten Mann in „An der Staufenmauer“ ein als gestohlen gemeldetes Smartphone und stellte es sicher.
Die Videoschutzanlagen trugen ebenfalls zum Erfolg der polizeilichen Maßnahmen bei. So beobachteten die Beamten mithilfe der Kameras einen Mann im Bereich „Am Hauptbahnhof / Münchener Straße“, der offensichtlich Drogen in seiner Hose versteckte. Bei der folgenden Kontrolle fanden die Fahnder mehrere Ecstasy-Tabletten, die vermutlich zum Verkauf bestimmt waren, beschlagnahmten sie und nahmen den Besitzer fest.
Auch am Abend patrouillierte die Polizei intensiv im Bahnhofsgebiet und in Teilen der Innenstadt weiter und führte offensive Kontrollen durch. Gegen 21:30 Uhr suchten die Beamten erneut den Bereich „An der Staufenmauer“ auf, wo sie etwa 20 Personen antrafen. Bei einem Mann fand die Polizei ein Messer und leitete ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Im Bahnhofsgebiet wurde ein Mann festgenommen, der ein Messer in der Waffenverbotszone führte.
Zusätzlich reagierten Gewerbetreibende, Gastronomen und Bürger sehr positiv auf die Maßnahmen und lobten das Eingreifen der Polizei.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 25.216 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 24.363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 23.331 auf 22.378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19.820 auf 19.168, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17.704 auf 17.079 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2.116 auf 2.089 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.321 auf 6.494. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Drogenfällen in ganz Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








