Ein Fahrgast bedrohte Kontrolleure in der S-Bahn, verletzte sie und flüchtete. Die Polizei sucht nach Zeugen des Vorfalls.
Frankfurt-Ostend: Räuberische Erpressung in S-Bahn, Zeugenaufruf nach Angriff auf Kontrolleure

Frankfurt (ost)
Am Samstag, den 7. März 2026, ereignete sich unter anderem eine räuberische Erpressung in der S-Bahn-Linie 1 in Richtung Wiesbaden. Dabei wurden zwei Kontrolleure verletzt.
Um 17:40 Uhr befanden sich ein 55-jähriger und ein 61-jähriger Angestellter der Deutschen Bahn in der S-Bahn-Linie 1 im Bereich der Ostendstraße und führten Fahrkartenkontrollen durch.
Ein Fahrgast in der ersten Klasse konnte keinen gültigen Fahrschein vorzeigen und bedrohte die Kontrolleure daraufhin mit Gewalt, falls sie ihn nicht gehen lassen würden. Der 55-jährige Mann wollte die Polizei rufen, woraufhin der Fahrgast ihn schlug und versuchte, durch die offenen Türen der S-Bahn zu entkommen. Der 61-jährige Kontrolleur griff ebenfalls ein, um den Verdächtigen am Fliehen zu hindern. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem alle Beteiligten zu Boden fielen.
Der Täter ohne Fahrschein schaffte es schließlich, unter wilden Beschimpfungen aus der S-Bahn zu fliehen. Eine Flasche, die er nach den Geschädigten warf, verfehlte ihr Ziel und landete auf den Gleisen.
Der 55-Jährige wurde leicht verletzt. Der 61-Jährige musste aufgrund seiner Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden.
Der Verdächtige kann wie folgt beschrieben werden:
Männlich, etwa 30 Jahre alt, 170-175 cm groß, kurze schwarze Haare, Dreitagebart, weißer Trainingsanzug, weiße Sneaker, großflächiges Tattoo auf dem rechten Arm
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sonstige hilfreiche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der zuständigen Dienststelle unter 069 / 755 – 51299 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle von Raubüberfällen registriert, wobei 1785 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 2173 Verdächtige, darunter 1974 Männer, 199 Frauen und 1077 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 3217, wobei 1850 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 2263, darunter 2046 Männer, 217 Frauen und 1179 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt








