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Friseursalon-Durchsuchung: Kokain sichergestellt

Mutmaßlicher Dealer wird Haftrichter vorgeführt. Ermittler fanden hunderte Euro Drogengeld im Laden.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

Kassel:

Die Ermittler der OE City der Kasseler Polizei haben gestern Nachmittag bei der Durchsuchung eines Friseursalons in Kassel etwa 100 Gramm Kokain und mehrere hundert Euro mutmaßliches Drogengeld sichergestellt. Der 24-jährige Besitzer wird verdächtigt, einen florierenden Drogenhandel aus dem Laden heraus zu betreiben. Er wurde festgenommen und wird heute einem Haftrichter vorgeführt.

Der Verdächtige geriet im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen Drogenhandels ins Visier der Ermittler. Nachdem sich der Verdacht, dass er mit Kokain aus dem Salon handelt, unter anderem durch operative Maßnahmen weiter bestätigt hatte, erließ ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel einen Durchsuchungsbeschluss. Dieser wurde gestern um 17:20 Uhr vollstreckt. Die Ermittler der OE City wurden dabei von Beamten des Hessischen Polizeipräsidiums für Einsatz, Direktion Nord, dem Polizeirevier Mitte und Angestellten der Stadtpolizei unterstützt. Im Nebenraum des Friseursalons fanden die Beamten dann das Kokain im Wert von etwa 10.000 Euro sowie weiteres Bargeld, beides wurde beschlagnahmt. Der 24-jährige Tatverdächtige mit syrischer Staatsangehörigkeit wird im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Die Ermittlungen dauern an.

Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021

Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2653

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch mit 19133 relativ konstant. Von den Verdächtigen waren 17106 männlich, 2027 weiblich und 7004 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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