Eine 57-Jährige aus Fulda wurde Opfer von Love-Scamming, nachdem sie einem Unbekannten einen sechsstelligen Betrag überwiesen hatte.
Fulda: 57-Jährige Opfer von Love-Scamming

Fulda (ost)
57-jährige Frau fällt Love-Scamming zum Opfer
In Fulda. Anfangs über eine Dating-Plattform und später auch über Social Media kam eine Dame im Alter von 57 Jahren aus dem Landkreis Fulda seit August letzten Jahres mit einem vermeintlichen Herrn in Kontakt. Im Verlauf der Unterhaltung erschlich sich der Unbekannte das Vertrauen der Frau und täuschte ihr eine schwierige Lebenssituation vor. Unter verschiedenen Vorwänden bat er sie immer wieder um Geld. In dem Glauben, dem Mann zu helfen, überwies die 57-Jährige insgesamt einen sechsstelligen Betrag an verschiedene in- und ausländische Konten. Erst als sie sich einem Bekannten anvertraute, wurde ihr bewusst, dass sie Opfer der perfiden Masche Love-Scamming geworden war.
Die Täuschung der Liebe
Besonders hinterhältig und mit hohem emotionalen Stress für die Opfer verbunden ist das Love- oder Romance-Scamming. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken suchen die Betrügerinnen und Betrüger potenzielle Opfer – und zwar ausschließlich mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die Betrüger geben sich als attraktive Männer oder Frauen in einem jüngeren Alter aus und erwecken durch das Versenden von Bildern und Videos in ansprechender Kleidung – mit legerer oder autoritärer Kleidung – bei ihren Opfern den Eindruck, es handle sich um eine tatsächlich existierende Person. Weit gefehlt, die Person auf dem Bildmaterial ist definitiv nicht diejenige, die mit ihnen kommuniziert. Daher kommt es auch nie zu einem persönlichen Treffen.
Um Vertrauen aufzubauen, überhäufen Betrügerinnen und Betrüger ihre Opfer frühzeitig und über einen längeren Zeitraum mit Komplimenten und übertriebenen Liebesbekundungen. Oft dauern solche Phasen mehrere Wochen oder Monate an, bis schließlich finanzielle Notlagen vorgetäuscht werden und Bitten um Geldüberweisungen folgen. Viele Betroffene zahlen auch, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits emotional von ihrer Internet-Partnerin oder ihrem Internet-Partner abhängig sind.
Folgen wie soziale Isolation und Schamgefühle bieten Betrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Erlebte, jeder kann Opfer werden. Zögern Sie nicht, die Polizei zu informieren, wenn Sie Zweifel haben oder bereits auf einen Betrug hereingefallen sind. Die Polizei wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
So erkennen Sie Love-Scammer:
Haben Sie den Verdacht, Opfer geworden zu sein? Das können Sie unternehmen:
(ML)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 auf 2828, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen höher war als die der weiblichen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.798 | 10.106 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.961 | 4.224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.653 | 2.828 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.806 | 1.918 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 847 | 910 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 851 | 915 |
Quelle: Bundeskriminalamt








