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Fulda: Einbruchschutzaktionen der Polizei Osthessen

Die Polizei Osthessen plant zielgerichtete Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Einbrüchen im Sommer 2024.

Foto: Depositphotos

Osthessen (ost)

Einbruchsprävention: Maßnahmen des Polizeipräsidiums Osthessen im Sommer 2024

Osthessen. Die Vorstellung, dass sich jemand Fremdes unerlaubt in den eigenen vier Wänden aufhält, vielleicht sogar die Unterwäscheschublade durchsucht: einfach schrecklich. Ohne Zweifel stellt jeder Einbruch einen schwerwiegenden Eingriff in die Privatsphäre dar. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund zählt die Verhinderung und Verfolgung solcher Straftaten zu den Hauptaufgaben der Polizei.

Dennoch irrt sich, wer glaubt, dass das Risiko eines Einbruchs aufgrund der derzeit „langen“ Tage nur in den Herbst- und Wintermonaten besteht: Einbrüche ereignen sich nicht selten tagsüber und insbesondere während urlaubsbedingter Abwesenheiten. Überfüllte Briefkästen, geschlossene Rollläden, dauerhaft vor dem Haus geparkte Fahrzeuge oder Abwesenheitsnotizen auf dem Anrufbeantworter oder in den sozialen Netzwerken können Diebe anlocken und ihnen Gelegenheiten bieten.

Aus diesem Grund führt das Polizeipräsidium Osthessen auch in diesem Jahr wieder gezielte Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität durch.

Präventionsveranstaltungen

Am 13. Juli feiert der Rettungshubschrauber Christoph 28 sein 40-jähriges Jubiläum in Fulda. Die Luftrettung öffnet in Zusammenarbeit mit dem Klinikum in Fulda ihre Türen. Eine Präventionsexpertin und ein Einstellungsberater des Polizeipräsidiums Osthessen sind zu Gast. Sie stehen allen Interessierten bei Fragen rund um das Thema Verkehrssicherheit, Jugendkoordination, kriminalpolizeiliche Beratung und den Polizeiberuf sowie der Frage „Wie kann ich mich bei der hessischen Polizei bewerben und bestmöglich auf den Einstellungstest vorbereiten“ gerne zur Verfügung.

Wie bereits im letzten Jahr planen Ermittlerinnen und Ermittler des Einbruchskommissariats erneut mit Expertinnen und Experten der Präventionsabteilung, für einen Tag in die Rolle von Einbrechern zu schlüpfen. Die Aktion „Denken wie Einbrecher“ soll genannt werden, bei der die Beamten von Haus zu Haus gehen und Bewohnerinnen und Bewohner auf potenzielle „Schwachstellen“ auf ihren Grundstücken aufmerksam machen wollen. Das Besondere an diesem Aktionstag: Abwesende erhalten einen Flyer durch das möglicherweise gekippte Fenster eingeworfen und können nach ihrer Rückkehr sowohl die „Schwachstelle“ feststellen als auch kostenlos Kontakt mit den Beamtinnen und Beamten aufnehmen und sich beraten lassen. Datum und Region der Präventionsaktion werden unmittelbar vor dem Aktionstag bekannt gegeben.

Darüber hinaus steht ein kriminalpolizeilicher Berater des Polizeipräsidiums Osthessen am 9. Juli sowie am 13. August an der Stadtwache in Fulda Bürgerinnen und Bürgern bei allen wichtigen Themen der Prävention mit Rat und Tat zur Seite. Ähnliche Angebote sind in den kommenden Wochen auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg geplant. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Auch online zu Präventionsthemen informieren

Wer sich gerne online über aktuelle und bekannte Präventionsthemen informieren möchte, kann dies jederzeit auf der offiziellen Homepage der hessischen Polizei unter der Rubrik „Regional.Informiert.“ für die osthessische Region tun: https://ppoh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Regional.-Informiert./

Beratungstermine ganz einfach und telefonisch vereinbaren

Übrigens: Die Einbruchsschutzberater der drei osthessischen Landkreise kommen für eine individuelle Schwachstellenanalyse auch zu jedem anderen vereinbarten Zeitpunkt direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern nach Hause – und das kostenfrei.

Die Ansprechpartner der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen im Überblick:

Kriminalhauptkommissar Marco Hohmann, Tel. 0661/105-2046 (Landkreis Fulda), Kriminalhauptkommissar Maik Dorsch, Tel. 06621/932-112 (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und Kriminalhauptkommissarin Lorena Decher, Tel. 06641/971-111 (Vogelsbergkreis)

Darüber hinaus informiert die osthessische Polizei regelmäßig auf X, Facebook und Instagram unter @polizei_oh über bevorstehende Veranstaltungen und gibt nützliche Tipps zum Einbruchsschutz.

Sandra Suski, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2021/2022

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 3858 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 4275 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank jedoch von 810 auf 723. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich ebenfalls von 637 auf 569. Von den Verdächtigen waren 571 männlich und 66 weiblich, wobei 266 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 23528 Fällen die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.858 4.275
Anzahl der aufgeklärten Fälle 810 723
Anzahl der Verdächtigen 637 569
Anzahl der männlichen Verdächtigen 571 498
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 66 71
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 266 275

Quelle: Bundeskriminalamt

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