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Fulda: Polizei kontrolliert Raser und Poser

Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Fulda haben gemeinsam mit der Stadtpolizei Fulda Kontrollen in der Innenstadt durchgeführt und mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Zwei Fahrzeugführer wurden vor Ort gestoppt.

Foto: unsplash

Fulda (ost)

In der Fuldaer Innenstadt gibt es regelmäßig Beschwerden von Bewohnerinnen und Bewohnern über laute und schnelle Autos sowie Motorräder. In der vergangenen Woche führten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Fulda gemeinsam mit der Stadtpolizei Fulda offene und verdeckte Kontrollen durch und stellten mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen aus. Zwei Fahrer wurden vor Ort gestoppt.

Bei den gemeinsamen Kontrollen überprüften die Beamten nicht nur Rotlichtverstöße, sondern suchten gezielt nach der sogenannten „Tuner-Raser-Poser“-Szene. Insbesondere in der Petersberger Straße, Buttlarstraße, Adalbertstraße, Löherstraße, Friedrichstraße sowie im Gewerbegebiet Kerzell wurde von einer Zivilstreife Ausschau gehalten. Ein offensichtlicher Autoposer fiel den Beamten im Bereich der Robert-Kircher-Straße/Löherstraße auf, der mit lauter Musik aus geöffneten Fenstern unterwegs war und durch rücksichtsloses Beschleunigen unnötigen Lärm verursachte. Die Zivilpolizisten dokumentierten sein Fehlverhalten und stoppten ihn schließlich in der Löherstraße. Der 28-jährige Mann aus Fulda wurde kontrolliert und sein umgebauter Wagen auf Vorschriftsmäßigkeit überprüft. Es stellte sich heraus, dass die Betriebserlaubnis aufgrund technischer Änderungen erloschen war. Neben den Reparaturkosten seines Autos erwartet den 28-Jährigen nun ein Bußgeld von mindestens 160 Euro.

In der Heinrichstraße fiel den Beamten eine gefährliche Situation auf, die sowohl für den verantwortlichen Autofahrer als auch für unbeteiligte Dritte hätte gefährlich sein können: Ein leistungsstarker Mercedes beschleunigte vor einer roten Ampel und fuhr über die Petersberger Straße. Die Polizisten stoppten den Fahrer kurz darauf und konfrontierten ihn mit seinem dokumentierten Rotlichtverstoß. Ihn erwarten nun ein Bußgeld von 200 Euro, 2 Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Die Ergebnisse der Kontrollen zeigen, dass die Arbeit für die Verkehrssicherheit auf Fuldas Straßen nach wie vor von großer Bedeutung ist. Die zielgruppen- und wirkungsorientierte Verkehrsüberwachung hat nach Erfahrungen der Polizei einen positiven Einfluss auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Um dies weiter voranzutreiben, werden die gemeinsamen Kontrollen der Stadtpolizei und der Polizeidirektion Fulda auch zukünftig fortgesetzt.

Carsten Sippel

Leiter Regionaler Verkehrsdienst Fulda

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen registriert, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168 Fälle, was 80,46% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 Unfälle (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 Unfälle (10,72%). Insgesamt gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 136.931
Unfälle mit Personenschaden 19.155
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.406
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.202
Übrige Sachschadensunfälle 110.168
Ortslage – innerorts 90.136
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 32.117
Ortslage – auf Autobahnen 14.678
Getötete 208
Schwerverletzte 3.878
Leichtverletzte 20.881

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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