Mitarbeiter der Polizeiautobahnstation Mittelhessen erwischten Raser auf der A45 und der A5 mit moderner Technologie. Bußgelder und Fahrverbote wurden verhängt.
Gambach: Zivilstreifen erwischen Raser auf der A45 und der A5

Dillenburg (ost)
Auf der A 45 und der A 5: Zivilpolizisten erwischen Raser –
Beamte der Polizeiautobahnstation Mittelhessen in Butzbach haben am vergangenen Wochenende Raser auf der A 45 und der A 5 kontrolliert.
Die Polizisten fuhren in einem unmarkierten Fahrzeug, das mit einem ProVida-System ausgestattet ist. Diese Technologie ermöglicht die Verkehrsüberwachung durch die Kombination von Video- und Messtechnik. Die Fahrzeuge verfügen über digitale Videokameras, die Verkehrssituationen aus verschiedenen Blickwinkeln aufzeichnen und in Echtzeit analysieren. Das System wird durch eine Geschwindigkeitsmessanlage ergänzt, die Fahrzeuggeschwindigkeiten genau misst und Verstöße wie Überholmanöver, Drängeln oder Geschwindigkeitsüberschreitungen zuverlässig erfasst. Die Daten werden gesetzeskonform gespeichert und können sofort ausgewertet werden, um eine lückenlose Dokumentation des Verkehrsverstoßes zu gewährleisten.
In einem Baustellenbereich der A 45 bei Sinn geriet ein 31-jähriger Autofahrer aufgrund seines Fahrverhaltens ins Visier der Autobahnpolizei. Der Mann aus Dietzhölztal ignorierte die geltende Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h in Baustellen und beschleunigte auf 133 km/h. Aufgrund seiner 53 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung erwartet ihn nun ein Bußgeld von 480 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.
An der Rastanlage Katzenfurt, ebenfalls an der A 45, wurde in Richtung Hanau ein Passatfahrer erwischt. Der in Polen lebende Mann beschleunigte sein Auto in einem Baustellenbereich auf gemessene 131 km/h, obwohl nur 80 km/h erlaubt waren. Da der Raser keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er vor Ort eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro zahlen.
Auf der A 5, zwischen dem Autobahndreieck Gambach und Bad Nauheim, kontrollierten die Polizisten den Fahrer eines Pkw aus Nordrhein-Westfalen. Aufgrund von starkem Nebel wurde auf diesem Streckenabschnitt eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h vorgegeben. Der 45-Jährige missachtete jedoch das Tempolimit und wurde mit 161 km/h erwischt. Seine „Blindfahrt“ wird mit einem Bußgeld von 600 Euro, zwei Punkten in der Verkehrssünderkartei und einem zweimonatigen Führerscheinentzug bestraft.
Herborn: Unfallflucht am kleinen Rewe-Kreisel –
Nach einer Unfallflucht am Kreisverkehr zur Einfahrt auf den Rewe-Markt in der Konrad-Adenauer-Straße bittet die Herborner Polizei um Unterstützung. Am Donnerstag letzter Woche, gegen 14.35 Uhr, fuhr der Fahrer eines weißen Audis von der Austraße kommend in den kleinen Kreisverkehr. Ein brauner Skoda mit LDK-Zulassung fuhr aus entgegengesetzter Richtung in den Kreisverkehr, ohne die Vorfahrt des Audifahrers zu beachten. Der Audifahrer wich nach rechts aus, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, und touchierte dabei den Bordstein. Dabei entstand ein Schaden an der vorderen Felge des A3. Die Unfallverursacherin fuhr einen braunen Skoda Kastenwagen – ähnlich dem Modell „Yeti“ – mit einem Kennzeichen, das mit „J“ begann. Sie war etwa 70 Jahre alt und hatte weißes Haar. Die Beifahrerin war jünger. Hinweise zur flüchtigen Fahrerin oder ihrem Skoda nimmt die Polizei in Herborn unter Tel.: (02772) 47050 entgegen.
Herborn – Schönbach: Betrüger „reparieren“ Dachrinnen –
Zwei angebliche Handwerker versuchten am Donnerstagnachmittag in der Schönbacher Hauptstraße Beute zu machen. Dank eines aufmerksamen und entschlossenen Nachbarn zahlten die Opfer nicht die überhöhte Rechnung.
Um 14.30 Uhr klingelten die beiden Handwerker an der Tür der Schönbacher und behaupteten, dass die Dachrinne des Hauses dringend repariert werden müsse. Die Unbekannten überrumpelten die Hausbesitzer, stellten eine Leiter an die Fassade und begannen ohne Absprache mit den Arbeiten. Schließlich verlangten die Handwerker 3.500 Euro für eine offensichtlich unsachgemäße Reparatur. Bevor das Geld übergeben wurde, griff ein aufmerksamer Nachbar ein. Er verhinderte die Zahlung und drohte wegen der schlechten Arbeit mit der Polizei. Die beiden Männer packten ihre Werkzeuge ein und flüchteten mit ihren zwei hellblauen Mercedes Vito Transportern.
Ein Mann war zwischen 35 und 45 Jahre alt, etwa 170 bis 175 cm groß, und wurde vom Nachbarn als Rumäne eingeschätzt. Er hatte eine kräftige bis dicke Statur und einen Vollbart. Sein Komplize war ebenfalls Rumäne und trug einen Schnauzbart. Der Zeuge konnte keine weiteren Angaben zu den beiden hellblauen Vitos oder den Tätern machen.
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise:
Hinweise nimmt die Polizeistation Herborn unter Tel.: (02772) 47050 entgegen.
Die Polizei warnt davor, Reparatur- oder Reinigungsangebote von reisenden Handwerkern anzunehmen. Seien Sie generell vorsichtig bei Geschäften an der Haustür. Seriöse Handwerker gehen nicht von Tür zu Tür und bieten ihre Dienste an. In den meisten Fällen erhalten Sie eine Arbeit, die das Geld nicht wert ist. Das vermeintliche Schnäppchen kann schnell zur Kostenfalle werden, da es keine Garantie oder Gewährleistung für die Leistungen gibt. Die Ermittler empfehlen, keine Arbeiten zu beauftragen und in solchen Fällen immer die örtliche Polizeistation zu informieren.
Aßlar: An Baggern bedient –
Diebe hatten es auf die GPS-Technik von zwei Baggern auf einer Baustelle in der Bechlinger Straße abgesehen. Die Baustelle befindet sich in der Verlängerung der Bechlinger Straße in Richtung der Autobahnbrücke der A45. Die Täter demontierten die extern angebrachten Funkmodule inklusive GPS-Geräten von den Baumaschinen. Außerdem schlugen sie bei einem Bagger eine Scheibe ein und stahlen das Display aus dem Cockpit. Der Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände beträgt etwa 20.000 Euro. Die Schäden an den Maschinen belaufen sich auf weitere 2.000 Euro. Hinweise zu den Dieben nimmt die Wetzlarer Polizei unter Tel.: (06441) 9180 entgegen.
Guido Rehr, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was einem Anteil von 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (81,02%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








