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Gaststättenkontrollen in Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg

In einer Wohnungsdurchsuchung wurden 10.000 Euro Bargeld und eine Softair sichergestellt. Polizei nahm 7 Personen fest und stellte über 50 Verstöße fest.

Foto: Depositphotos

Darmstadt-Dieburg (ost)

In der Nacht von Dienstag (13.01.) auf Mittwoch führten Einsatzkräfte in Darmstadt und 11 Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg gezielte Kontrollen in Gaststätten durch. Zwischen 18 und 2 Uhr wurden insgesamt 38 Gaststätten inspiziert und über 200 Personen überprüft. Der Schwerpunkt des behördenübergreifenden Einsatzes lag auf der Bekämpfung von illegalem Glücksspiel, Schwarzarbeit sowie der Überprüfung der Einhaltung jugendschutz-, aufenthalts-, gewerbe- und hygienerechtlicher Vorschriften.

An den Kontrollen mit insgesamt etwa 170 Einsatzkräften beteiligten sich unter anderem die Bereitschaftspolizei, das Hauptzollamt und das Finanzamt Darmstadt, Mitarbeiter des Regierungspräsidiums und des Gesundheitsamtes sowie die zuständigen Gewerbe- und Ordnungsämter der betroffenen Gemeinden. Während des Einsatzes wurden über 50 Verstöße festgestellt und geahndet. Sieben Personen wurden vorübergehend festgenommen, zwei Haftbefehle vollstreckt und neun Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Insgesamt wurden 21 Automaten vor Ort versiegelt, da sie nicht an die bundesweite Datenbank angeschlossen waren, die zur Überprüfung von Spielern und zur Freischaltung der Glücksspielgeräte dient. Die Betreiber der Lokale in Weiterstadt, Reinheim, Babenhausen, Griesheim, Pfungstadt, Bickenbach und Darmstadt erwartet eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro. Auch fünf Spielgeräte in drei Gaststätten in Darmstadt und Babenhausen wurden von den Kontrolleuren versiegelt, da die erforderliche Prüfplakette fehlte.

In einer Bar in Ober-Ramstadt wurde ein 28-Jähriger vorübergehend festgenommen und wegen des Verdachts des illegalen Drogenhandels sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Als die Beamten den Rucksack des Mannes durchsuchen wollten, wehrte er sich gegen die polizeilichen Maßnahmen. Der mutmaßliche Grund für sein Verhalten befand sich im Rucksack selbst, in dem die Polizeibeamten 2 Gramm Kokain sowie 22 Gramm Haschisch und eine geringe Menge Marihuana sicherstellten. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung wurden 10.000 Euro Bargeld sowie eine Softair-Waffe gefunden und beschlagnahmt.

An den vorhandenen Tabakbehältern in einer Bar in Babenhausen waren die angebrachten Steuermarken teilweise stark beschädigt und dadurch unleserlich oder gar nicht vorhanden, manchmal wurden auch die zulässigen Mengen pro Behälter einfach überschritten. Über 15 Kilogramm teilweise unversteuerter Shisha-Tabak wurden in einer Bar in Griesheim amtlich verwahrt. In beiden Fällen leiteten die Kontrolleure ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tabaksteuergesetz ein.

Weitere Beanstandungen und Anzeigen ergaben sich in den Bereichen der Hygienevorschriften, der Arbeits- und Sozialvorschriften, des Jugendschutzes, bei Verstößen gegen das Aufenthalts- und Betäubungsmittelgesetz, bei Brandschutz- und Bauvorschriften sowie im Bereich der ungenauen Kassenführung.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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