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Gelnhausen: Autokorso löst Polizeieinsatz aus

Notrufe melden Schüsse aus hochwertigem Autokorso. Schreckschusswaffe im BMW gefunden, 18-Jähriger Eigentümer.

Foto: Depositphotos

Gelnhausen (ost)

Am Sonntagabend hat die Polizei mehrere Notrufe über Schussgeräusche aus einem Autokorso erhalten. Kurz nach 18 Uhr meldeten Zeugen im nördlichen Bereich von Linsengericht-Altenhaßlau, dass aus einem Konvoi von hochwertigen Fahrzeugen Schüsse abgegeben wurden. Der Korso fuhr dann weiter in Richtung Gelnhausen.

Kurz darauf gingen weitere ähnliche Notrufe aus der südlichen Kernstadt von Gelnhausen ein. Berichten zufolge waren erneut Schüsse auf dem Parkplatz eines ehemaligen Kaufhauses zu hören. Mehrere Streifen wurden sofort dorthin geschickt.

An der Einsatzstelle trafen die Beamten auf sechs Fahrzeuge und etwa 25 Personen. Darunter war auch ein weißer BMW der 5er-Reihe, der bereits von Zeugen im Zusammenhang mit den Schüssen genannt wurde.

Entlang der gemeldeten Route und auf dem Parkplatz fanden die Beamten zahlreiche Hülsen einer Schreckschusswaffe. Die anwesenden Personen erklärten, dass der Autokorso mit einer Verlobungsfeier in Verbindung stand.

Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Personen und Fahrzeuge durchsucht. Im Fußraum des Fahrersitzes des weißen BMW fanden die Beamten schließlich eine Schreckschusswaffe mit passender Munition. Außerdem befanden sich weitere Hülsen am Fahrzeug, die zu den gefundenen Patronen passten. Die Waffe wurde beschlagnahmt.

Der Fahrer, ein 18-Jähriger, soll auch der Besitzer der Schreckschusswaffe sein; gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die Polizei bittet nun weitere Zeugen, insbesondere Verkehrsteilnehmer oder Passanten, die den Autokorso oder die Schussabgaben zwischen Linsengericht-Altenhaßlau und Gelnhausen beobachtet haben oder dadurch möglicherweise gefährdet wurden, sich bei der Polizei in Gelnhausen unter der Rufnummer 06051 827-0 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 308 auf 267 zurück, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 237 höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 30. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 147 auf 130. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 470 Fällen die höchste Anzahl an Morden in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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