Am Grimmelshausen-Gymnasium findet eine besondere Veranstaltung zur Verkehrssicherheitsprävention statt, um Schüler für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.
Gelnhausen: Start des Pilotprojektes „Crash Kurs“ beim Polizeipräsidium Südosthessen

Gelnhausen (ost)
Am Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen wird am kommenden Montag, dem 30. Juni 2025, eine spezielle Veranstaltung zur Verkehrssicherheitsprävention abgehalten. Gemäß dem veröffentlichten Verkehrsbericht soll der „Crash Kurs“ die Schülerinnen und Schüler eindringlich für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren.
Unter der Leitung von Kriminaloberkommissarin Sabrina Bezak und Polizeikommissarin Yvonne Catapano (beide von der Jugendverkehrsschule des Polizeipräsidiums Südosthessen) erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein bewegender Vormittag, der nachhaltige Wirkung haben soll. Das Präventionsprogramm der hessischen Polizei, „Crash Kurs Hessen“, setzt sich zum Ziel, die Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle zu reduzieren. Dabei sollen den jungen und unerfahrenen Verkehrsteilnehmern die Risiken von Alkohol, Drogen, Ablenkung und Geschwindigkeit verdeutlicht werden.
Die Schülerinnen und Schüler werden unmittelbar mit realen Erlebnissen und Erfahrungen konfrontiert. In der etwa 90-minütigen Live-Veranstaltung berichten Mitglieder der „Rettungskette“ wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notfallseelsorge von persönlichen Erfahrungen mit schweren Verkehrsunfällen. Auch Mitarbeiter von Krankenhäusern, die sich um die Versorgung von Unfallopfern kümmern, teilen ihre Erlebnisse. Dabei arbeiten Polizei, Schule sowie regionale und überregionale Partner als Team zusammen. Eine parallel laufende emotionale Bildpräsentation unterstützt die Berichte.
„Wir erzählen keine Geschichten – wir zeigen das echte Leben mit all seinen Konsequenzen“, erklärt Sabrina Bezak. Zusammen mit Yvonne Catapano führt sie durch das Programm, das auf emotionaler Ebene wirken und vor allem eines erreichen möchte:
Verantwortungsbewusstsein am Steuer.
Das Konzept basiert auf authentischen Erfahrungen. Die Verbindung von realen Schicksalen und direkter Ansprache junger Menschen soll einen nachhaltigen Denkprozess auslösen – und Leben retten.
„Wir möchten nicht belehren, sondern berühren. Es geht darum, junge Menschen wachzurütteln, bevor sie im echten Leben mit den Konsequenzen eines Unfalls konfrontiert werden“, fügt Sabrina Bezak hinzu.
Das Programm richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren – eine Altersgruppe, die statistisch gesehen häufig in schwere Verkehrsunfälle verwickelt ist. Durch die Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Moderationsteam soll eine Atmosphäre geschaffen werden, die zum Nachdenken, Mitfühlen und Umdenken anregt.
Weitere Informationen zum Thema „Crash Kurs“ finden sich unter anderem auf der Webseite der Polizei Hessen:
https://www.polizei.hessen.de/schutz-sicherheit/verkehr/crashkurs-hessen/
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% aller Unfälle in Hessen ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








