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Gemünden: Einbruch in Rohbau, Festnahme nach Videoüberwachung

Eine schnelle Reaktion der Zeugen führte zur Festnahme des Tatverdächtigen nach einem versuchten Einbruch in Gemünden. Die Polizei stellte Werkzeuge als mögliche Tatmittel sicher und ermittelt weiterhin nach dem zweiten Täter.

Foto: Depositphotos

Korbach (ost)

Die Überwachungskamera und aufmerksame Zeugen führten in der Nacht von Samstag auf Sonntag zur vorübergehenden Festnahme eines Mannes nach einem versuchten Einbruchdiebstahl in einem Rohbau in Gemünden.

Früh am Sonntagmorgen gegen 03.15 Uhr alarmierten Zeugen die Polizeistation Frankenberg. Sie berichteten, dass in Gemünden ein Mann festgehalten werde, der gerade versucht habe, in einen Rohbau einzubrechen.

An der Einsatzstelle trafen die Polizeibeamten auf zwei Zeugen, die einen 41-jährigen Mann festhielten. Die Zeugen erklärten, dass sie durch eine Videoüberwachung beobachtet hatten, wie zwei Männer versuchten, in ein im Bau befindliches Wohnhaus in der Auestraße in Gemünden einzubrechen. Daraufhin seien sie sofort zum Rohbau gelaufen. Zwei Männer seien vom Tatort geflohen, denen sie gefolgt seien. Einer sei entkommen, den zweiten Mann konnten sie festhalten. Dabei sei er gestürzt und habe sich verletzt.

Die Polizei identifizierte zunächst den Verdächtigen und rief einen Rettungswagen. Der Verdächtige wurde vor Ort medizinisch versorgt, danach folgte die vorläufige Festnahme. Bei dem Verdächtigen wurden Werkzeuge als mögliche Tatwerkzeuge sichergestellt. An dem Rohbau stellten die Polizeibeamten Beschädigungen fest, es wurde versucht, einen Zugang aufzubrechen.

Nach den notwendigen polizeilichen Maßnahmen wurde der 41-Jährige wieder freigelassen. Die weiteren Ermittlungen, auch zum geflohenen zweiten Täter, werden von der Polizeistation Frankenberg durchgeführt.

Dirk Richter

Kriminalhauptkommissar

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 auf 840. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 27061 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24