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Gewalt bei Demonstration in Gießen

Teilnehmer greifen Polizisten an, Beamter verletzt, Ermittlungen laufen, Zeugen gesucht.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Gießen: Ausschreitungen bei Kundgebung – Polizisten attackiert

Am Samstag (17.1.) starteten etwa 250 Teilnehmer einer zuvor angemeldeten Demonstration ihren Marsch. Sie begannen um 14 Uhr am Berliner Platz und setzten ihren Weg auf dem Anlagenring fort. Kurz nach dem Start, im Bereich Südanlage, zeigte ein unbeteiligter Autofahrer anscheinend den „Wolfsgruß“ in Richtung der Demonstranten. Daraufhin griffen mehrere Personen aus der Demonstration das Fahrzeug an. Sie beschädigten das Auto und zerstörten eine Scheibe. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits zwei Polizeibeamte am Fahrzeug, überprüften den Fahrer und hielten auch einen der Angreifer fest. Die Teilnehmer versuchten daraufhin, den Angreifer zu befreien und griffen dabei die Beamten an. Sie schlugen und traten auf die Einsatzkräfte ein. Die Polizisten setzten Pfefferspray gegen die Gruppe ein. Der Angreifer konnte sich schließlich losreißen und flüchten. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen und war nicht mehr einsatzfähig.

Dank angeforderter Verstärkung konnte die Situation beruhigt werden. Die Versammlungsleiterin arbeitete mit der Polizei zusammen, die Demonstration wurde fortgesetzt und schließlich ohne weitere Zwischenfälle beendet. Die Angreifer konnten bisher nicht identifiziert werden. Es stellte sich heraus, dass der Autofahrer betrunken war. Er musste mit auf die Dienststelle. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 25-Jährige entlassen.

Die Ermittler suchen Zeugen und bitten um Hinweise: Wer hat den Vorfall beobachtet? Wer kann Informationen zur Identität der Personen geben, die die Polizisten angegriffen haben? Gibt es Fotos oder Videos des Angriffs?

Hinweise nimmt die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 entgegen.

Gießen: Schüsse aus Schreckschusswaffe nach Streit

Mehrere aufmerksame Zeuginnen informierten die Polizei am Samstagabend (17.1.) gegen 23.15 Uhr über einen Streit zwischen zwei Männern in der Rodheimer Straße. Eine Zeugin beobachtete, wie ein Mann an der Bushaltestelle „Schützenstraße“ auf einen anderen schoss. Zuvor hatte ein unbekannter Mann versucht, den Streit zu schlichten.

Die Beamten vor Ort trafen auf das leicht verletzte Opfer. Es deutet alles darauf hin, dass mit einer Schreckschusswaffe geschossen wurde. Der alkoholisierte Mann lehnte eine medizinische Behandlung ab. Außerdem weigerte er sich, mit der Polizei zu kooperieren, und verließ nach der Befragung den Ort. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar.

Der Mann mit der Pistole wird auf etwa Mitte 20 geschätzt. Es handelt sich offenbar um einen Osteuropäer, der dunkel gekleidet war.

Die Ermittler fragen: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt? Wer kann Informationen zur Identität des Unbekannten und zu den möglichen Hintergründen geben?

Zeugenhinweise nimmt die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 entgegen.

Gießen: Unbekannter versucht Tasche zu stehlen und schlägt zu

Ein unbekannter Mann von etwa 185 cm Größe mit schmutziger Kleidung versuchte am Sonntagmorgen (18.1.) eine Tasche zu stehlen. Ein Mitarbeiter eines Fitnessstudios war gegen 9.55 Uhr am Personaleingang seines Arbeitsplatzes in der Bahnhofstraße, als der Unbekannte versuchte, ihm die Tasche zu entreißen. Der Mitarbeiter bemerkte dies sofort und konnte den Diebstahl verhindern. Daraufhin schlug der Dieb zu und versuchte erneut, die Tasche zu nehmen. Aufgrund der Gegenwehr gelang ihm dies jedoch nicht, und er rannte weg. Der Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen.

Die Ermittler suchen Zeugen: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt oder den Unbekannten bei seiner Flucht gesehen? Wer kann Hinweise zu seiner Identität geben?

Zeugenhinweise nimmt die Polizeistation Gießen Süd unter der Telefonnummer 0641/7006-3555 entgegen.

Gießen: Mann nach Schlägerei verletzt

Ein Mann geriet am Samstagabend (17.1.) am Bahnhofsvorplatz in Streit mit einer Gruppe von Personen. Im Verlauf schlug ihm einer der Angreifer ins Gesicht, ein anderer soll ihm sein Knie gegen den Kopf gestoßen haben. Der 37-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Etwa sechs Personen sollen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Es handelte sich offenbar um Jugendliche im geschätzten Alter von 16-17 Jahren. Sie flüchteten noch vor dem Eintreffen der Polizei in unbekannte Richtung. Der Angriff ereignete sich um 19.05 Uhr. Die Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Passanten den Vorfall beobachtet haben.

Alle bislang unbekannten Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeistation Gießen Süd unter der Telefonnummer 0641/7006-3555 zu melden.

Gießen: Altkleidercontainer in Brand gesteckt

Gestern gegen 18.25 Uhr wurde ein Altkleidercontainer in Klein-Linden angezündet. Der Container stand auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Heerweg. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Unbekannter den Container vorsätzlich in Brand setzte. Die Feuerwehr musste das Feuer löschen, der Schaden wird auf 500 Euro geschätzt. Es gab keine Verletzten.

Die Ermittler bitten um Hinweise, Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0641/7006-6555 an die Kriminalpolizei zu wenden.

Pierre Gath, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, von denen 224 gelöst wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle gemeldet, von denen 216 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 267, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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