Polizei nimmt 19-Jährigen fest, der Mitbewohner angegriffen hat. Untersuchungshaftbefehl erlassen.
Gießen: Angriff in Erstaufnahmeeinrichtung

Friedberg (ost)
Friedberg: Letzte Woche Donnerstag wurde ein 19-Jähriger von Polizisten festgenommen. Der Tunesier hatte zuvor mehrere Mitbewohner auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung angegriffen. Ein Haftrichter erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 19-Jährigen.
Um 12.30 Uhr alarmierten Bewohner die Polizei und den Sicherheitsdienst. Der 19-Jährige versuchte, eine Frau am Einsteigen in ein Auto zu hindern und warf dann eine Bierflasche nach ihr. Die Flasche verfehlte ihr, die Frau blieb unverletzt. Andere Bewohner kamen ihr zur Hilfe. Daraufhin griff der Tunesier zu einer Scherbe der zerbrochenen Flasche, bedrohte die Helfer und forderte Bargeld und Zigaretten. Ein Versuch, einen Helfer mit der Scherbe zu schlagen, misslang, der Angegriffene konnte ausweichen. Einem anderen Helfer schlug er mit der Faust ins Gesicht und warf einen Stein auf eine Personengruppe. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes überwältigten den 19-Jährigen und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf.
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln wegen versuchter räuberischer Erpressung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Gießen wurde der dringend Tatverdächtige am Freitagnachmittag einem Haftrichter des Amtsgerichts Friedberg vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 19-Jährigen. Derzeit befindet er sich in einer hessischen Justizvollzugsanstalt.
Guido Rehr, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 2358 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 2871 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1533 auf 1785. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 1969 auf 2173, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1779 auf 1974 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 190 auf 199 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 952 auf 1077. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.358 | 2.871 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.533 | 1.785 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.969 | 2.173 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.779 | 1.974 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 190 | 199 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 952 | 1.077 |
Quelle: Bundeskriminalamt







