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Giessen: Autofahrer flüchtet vor Stadtpolizei und wird festgenommen

Der 19-Jährige entzog sich am Freitagabend (30. Oktober) in Gießen einer Kontrolle und wurde in Lahnau-Atzbach gefasst. Ein Atemalkoholtest ergab rund 0,7 Promille, zudem fehlten Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Ein 19-jähriger Autofahrer entkam am Freitagabend (30. Oktober) zunächst einer Kontrolle durch eine Streife der Stadtpolizei Gießen. Der Flüchtige wurde schließlich in Lahnau-Atzbach im Lahn-Dill-Kreis festgenommen. Nun erwarten ihn mehrere Anzeigen. Gegen 21 Uhr bemerkte eine Streife der Stadtpolizei Gießen in der Bahnhofstraße / Marktstraße in Gießen einen Mercedes-Benz der C-Klasse. Der Wagen war entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in einer Einbahnstraße unterwegs. Die Stadtpolizisten wollten den Fahrer kontrollieren und wiesen ihn an, anzuhalten. Er ignorierte die Anhaltesignale jedoch, gab Gas und fuhr über die Westanlage in Richtung B429 davon. Daraufhin wurde der polizeiliche Notruf informiert. Schließlich fuhr der Mercedes auf die B49 in Richtung Wetzlar auf. Der Fahrer gelangte nach Lahnau-Atzbach und bog dort mit dem Mercedes in der Bergstraße in eine Sackgasse ein. Als er seine Flucht fortsetzen wollte, prallte der Pkw gegen ein Metallgeländer und war danach nicht mehr fahrbereit. Anschließend wurde der 19-jährige Fahrer festgenommen. Auf seiner Fahrt soll er außerdem mehrere rote Ampeln überfahren haben. Die weiteren Maßnahmen übernahm eine hinzugezogene Funkstreife der Polizeistation Wetzlar. Bei einem Atemalkoholtest wurde ein Wert von rund 0,7 Promille festgestellt. An dem Mercedes befanden sich zudem Kennzeichen, die in den polizeilichen Auskunftssystemen als gestohlen registriert waren. Der 19-Jährige hatte außerdem keine gültige Fahrerlaubnis. Für den Pkw bestand ebenfalls kein gültiger Versicherungsschutz. Der 19-Jährige aus dem Wetteraukreis musste die Beamten zur Polizeistation nach Wetzlar begleiten. Ein hinzugezogener Arzt entnahm ihm dort Blut. Das Fahrzeug und die Kennzeichen wurden von den Beamten sichergestellt. Das Metallgeländer wurde beschädigt. Eine 16-jährige Beifahrerin wurde ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, kam der 19-Jährige aus dem Polizeigewahrsam frei. Die Polizei sucht nach Zeugen, die die Fahrt des 19-Jährigen gesehen haben. Gesucht werden insbesondere Verkehrsteilnehmer, die durch seine Fahrweise möglicherweise gefährdet worden sind. Hinweise nimmt die Polizeistation Wetzlar unter der Telefonnummer (06441) 9180 entgegen.

Am Sonntagabend (1. November) meldete sich gegen 22.45 Uhr eine junge Frau telefonisch bei der Polizei. Sie gab an, ein Mann habe sie in seinem Fahrzeug geschlagen. Danach sei sie aus dem Auto ausgestiegen. Die umgehend hinzugezogenen Einsatzkräfte der Herborner Polizei fanden den Audi wenig später in der Stadionstraße und nahmen den 38-jährigen Fahrer fest. Bei der anschließenden Kontrolle bemerkten die Beamten, dass der Mann offenbar unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Außerdem fanden sie heraus, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. An dem Fahrzeug waren zudem gestohlene Kennzeichen angebracht. Für den Audi lag ebenfalls kein gültiger Versicherungsschutz vor. Die Einsatzkräfte entdeckten in dem Auto Amphetamin und stellten es sicher. Im Kofferraum befanden sich weitere Kennzeichenschilder, die nicht zu dem Fahrzeug gehörten. Weil ihre Herkunft ungeklärt war, stellten die Beamten auch diese sicher. Dazu dauern die Ermittlungen an. Die Polizisten brachten den 38-Jährigen anschließend zur Wache nach Herborn. Ein hinzugezogener Arzt nahm ihm dort Blut ab. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Gegen den Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf werden nun unter anderem Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Urkundenfälschung, einer Drogenfahrt, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Einbrecher hatten am Samstag (31. Oktober) zwischen 16 und 20 Uhr ein Mehrfamilienhaus in der Hans-Sachs-Straße in Wetzlar-Niedergirmes im Visier. Sie kletterten auf den Balkon einer Hochparterrewohnung und öffneten die Balkontür gewaltsam. Aus dem Schlafzimmer entwendeten sie anschließend Schmuck. Den durch den Einbruch entstandenen Schaden beziffert die Polizei auf rund 500 Euro. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, die Polizei in Wetzlar unter (06441) 9180 anzurufen.

Unbekannte drangen zwischen Donnerstag (29. Oktober) 16.45 Uhr und Freitag (30. Oktober) 6 Uhr in ein Geschäft in der Goldbachstraße in Dillenburg-Nanzenbach ein. Sie öffneten eine Hintertür gewaltsam, gelangten so ins Innere und durchsuchten danach alle Räume. Unter ihrer Beute waren Tabakwaren und Bargeld. Wer im genannten Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (02771) 9070 bei der Polizei in Dillenburg zu melden.

Alisa Jockel
Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

In Hessen stieg die Zahl der registrierten Einbruchsfälle von 4.275 im Jahr 2022 auf 5.206 im Jahr 2023 – ein Anstieg um rund 21,8 Prozent. Die Zahl der aufgeklärten Fälle nahm von 723 auf 840 zu, die Zahl der Tatverdächtigen von 569 auf 598. Unter den Tatverdächtigen waren 2022 insgesamt 498 Männer und 71 Frauen, 2023 waren es 511 Männer und 87 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank leicht von 275 auf 270. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 27.061 Fällen die meisten Einbrüche in Deutschland und damit rund fünfmal so viele wie Hessen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

In Hessen stieg die Zahl der erfassten Drogenfälle von 24.363 im Jahr 2022 auf 26.518 im Jahr 2023, was einer Zunahme von rund 8,8 Prozent entspricht. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 22.378 auf 23.101. Gleichzeitig sank die Zahl der Tatverdächtigen leicht von 19.168 auf 19.133. Darunter waren 2022 insgesamt 17.079 Männer und 2.089 Frauen, 2023 waren es 17.106 Männer und 2.027 Frauen. Die Zahl der nicht deutschen Tatverdächtigen stieg von 6.494 auf 7.004. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 73.917 Fällen die meisten Drogenfälle in Deutschland – fast 2,8-mal so viele wie Hessen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 wurden in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle registriert. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden (13,43 %), 6.914 schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden (4,75 %), 1.164 Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (0,8 %) und 117.817 übrige Sachschadensunfälle (81,02 %). Zur Ortslage wurden 14.839 Unfälle innerorts (10,2 %), 7.577 außerorts ohne Autobahnen (5,21 %) und 3.013 auf Autobahnen (2,07 %) angegeben. Bei den Unfällen wurden 188 Menschen getötet, 3.537 schwer und 21.704 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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