Kriminelle geben sich als Polizei aus und fordern zur Geldüberweisung auf. Vorsicht vor Phishing-E-Mails und falschen Vorladungen per E-Mail.
Gießen: Betrug-E-Mails im Umlauf

Marburg-Biedenkopf (ost)
Marburg: Warnung vor betrügerischen E-Mails im Namen der Polizei
Derzeit sind Betrüger unterwegs, die E-Mails im Namen der Kriminalpolizei verschicken. In den Nachrichten wird behauptet, dass man in einem Strafverfahren vorgeladen sei. Falls man den Anweisungen in der E-Mail nicht folgt, wird mit einem Haftbefehl gedroht.
Das Hauptziel dieser Betrüger ist es, durch sogenannte Phishing-E-Mails an Ihre persönlichen Daten zu gelangen. In anderen betrügerischen E-Mails werden die Empfänger aufgefordert, Geld zu überweisen oder einem Link zu folgen. Die Polizei betont, dass weder die Landespolizei, die Bundespolizei noch das Bundeskriminalamt oder ähnliche Institutionen Vorladungen per E-Mail verschicken oder Geldüberweisungen anfordern.
Die Kriminalpolizei empfiehlt, auf solche E-Mails nicht zu antworten, keine Anhänge zu öffnen und keine persönlichen Daten preiszugeben. Falls Sie dennoch auf eine solche E-Mail geantwortet haben, sollten Sie Beweise sichern und die Polizei informieren. Folgen Sie keinesfalls den Anweisungen in solchen E-Mails.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/haeufige-betrugsmuster-vorsicht-vor-diesen-maschen/
Bei Fragen zur Internetprävention und Cybercrime können Sie sich an unseren Beauftragten Herrn Ulrich Kaiser, Polizeipräsidium Mittelhessen, Ferniestraße 8, 35394 Gießen, Telefon: 0641/7006-2942 oder per E-Mail unter Praevention.PPMH@polizei.hessen.de wenden.
https://k.polizei.hessen.de/1740431399
In der digitalen Pressemappe finden Sie ein Beispiel für eine betrügerische E-Mail.
Sabine Richter, Pressesprecherin
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank jedoch von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 2766 im Jahr 2021 auf 2653 im Jahr 2022 zurück. In Hessen gab es 1806 männliche Verdächtige, 847 weibliche Verdächtige und 851 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.896 | 9.798 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.173 | 3.961 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.766 | 2.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.945 | 1.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 821 | 847 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 948 | 851 |
Quelle: Bundeskriminalamt








