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Gießen: Beziehungsstreit in Bad Nauheim eskaliert

32-Jährige in Untersuchungshaft. Tatverdächtige greift Lebensgefährten mit Messer an. Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag.

Foto: Depositphotos

Bad Nauheim (ost)

Bad Nauheim: Auseinandersetzung in Beziehung eskaliert – Frau (32) in Haft

Nach den aktuellen Ermittlungen kam es am Samstagabend (25. Juli) gegen 23:00 Uhr zunächst zu verbalen Streitigkeiten zwischen einer 32-jährigen Verdächtigen und ihrem 38-jährigen Partner in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Bad Nauheim. Währenddessen griff die 32-Jährige ihren Partner mit einem Messer an und verletzte ihn. Die Verdächtige flüchtete zunächst, wurde jedoch am folgenden Tag (26. Juli) von Polizeikräften gefunden und festgenommen. Der Partner der Verdächtigen wurde sofort von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt.

Nachdem die 32-jährige Verdächtige gestern (27. Juli) dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Friedberg vorgeführt wurde, erließ dieser auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung. Die Verdächtige befindet sich nun in einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Die ausführlichen Ermittlungen zum genauen Tathergang und den Hintergründen der Tat dauern an. Weitere Informationen können derzeit nicht gegeben werden.

Volker Bouffier, Staatsanwalt und stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen

Alisa Jockel, Polizeioberkommissarin und Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 224 auf 216 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267. Davon waren 283 männlich, 237 männlich, 25 weiblich und 30 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 147 auf 130. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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