In Fernwald wurden 30 Kilogramm Drogen gefunden. Eine deutsche Staatsangehörige und ihr Ehemann wurden festgenommen und sitzen nun in Untersuchungshaft.
Gießen: Drogenfund in Fernwald

Gießen (ost)
Nach einem Hinweis von Zeugen durchsuchten Ermittler der Kriminalpolizei in Gießen bereits am 3.11. eine Wohnung und ihre Nebenräume in Fernwald. Dort wurden verschiedene Arten von Betäubungsmitteln sowie eine Schusswaffe gefunden. In den Wohnräumen wurde eine 24-jährige deutsche Staatsbürgerin festgenommen. Sie und ihr 31-jähriger, ebenfalls deutscher Ehemann werden verdächtigt, illegal mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Der flüchtige Ehemann wurde von den Ermittlern der Kriminalpolizei in Gießen am 12.11. im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgespürt und noch am selben Tag widerstandslos festgenommen.
Insgesamt wurden von den Beamten fast 30 kg Drogen sichergestellt, darunter Amphetamin, Ecstasy, Haschisch, Marihuana, Ketamin sowie weitere Streckmittel und Substanzen, bei denen es sich wahrscheinlich ebenfalls um Betäubungsmittel handelt. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern noch an. Die gefundene Waffe ist eine CO2-Waffe (mit F im Fünfeck).
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Gießen wurden die Festgenommenen einem Haftrichter am Amtsgericht Gießen vorgeführt. Gegen beide dringend Tatverdächtige wurde ein Haftbefehl erlassen. Die Beamten brachten das Ehepaar daraufhin in Justizvollzugsanstalten unter.
Pierre Gath, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26.518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch auch von 22.378 im Jahr 2022 auf 23.101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr konstant. Von den Verdächtigen waren 17.106 männlich und 2.027 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.494 im Jahr 2022 auf 7.004 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








