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Giessen: E-Scooter-Aufklärung in Schulen

Polizei und Verkehrswacht informieren über sichere Nutzung von E-Scootern und steigende Unfallzahlen mit schweren Folgen für Jugendliche.

E-Scooter-Schulung, Praxis
Foto: Presseportal.de

Giessen (ost)

Büdingen: Die Polizei und die Verkehrswacht informieren in Schulen über E-Scooter

Elektrokleinstfahrzeuge sind beliebte Fortbewegungsmittel und mittlerweile im städtischen Straßenverkehr fast überall anzutreffen. Besonders bei jüngeren Menschen sind E-Scooter sehr beliebt, da sie eine schnelle und bequeme Art der Fortbewegung bieten und eine attraktive Alternative zum Fahrrad oder Tretroller darstellen, ohne dass eine Prüfung erforderlich ist. Es gibt jedoch Vorschriften, die beachtet werden müssen, aber nicht allen Jugendlichen und insbesondere deren Eltern bekannt sind. Unfälle können schwerwiegende Folgen haben. In Mittelhessen stieg die Anzahl der Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen im letzten Jahr an. Von 95 Verkehrsunfällen im Jahr 2024 stieg die Zahl im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen 2025 auf 157. Der Tod eines 12-jährigen Kindes in Limeshain Ende August, das mit einem E-Roller unterwegs war, zeigt die schwerwiegenden Folgen solcher Unfälle für die Nutzer von E-Scootern.

Um über die richtige Nutzung von E-Scootern zu informieren und mit verbreiteten Mythen aufzuräumen, hat Polizeioberkommissar Christian Gerhardt, Schutzmann vor Ort in Büdingen, zusammen mit der Verkehrswacht Wetteraukreis an zwei Schulen in Büdingen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen geführt. Am Wolfgang-Ernst-Gymnasium und der Schule am Dohlberg wurde an drei Tagen insgesamt neun Klassen die Möglichkeit geboten, sowohl Theorie als auch Praxis näher zu beleuchten. Während seiner theoretischen Einführung erklärte der Schutzmann vor Ort aus Büdingen, welche Anforderungen und Ausstattungen ein E-Scooter erfüllen muss und verglich das bereits vorhandene Wissen der Jugendlichen mit den tatsächlichen Fakten. Dazu gehört unter anderem:

Nach der Einführung wurden die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt, die abwechselnd drei verschiedene Stationen besuchten. An der ersten Station lag der Fokus auf das Kennenlernen des E-Scooters. Ein Parcours wurde aufgebaut, um das Lenken und Bremsen zu üben. An der zweiten Station wurden diese Fähigkeiten in einem Geschicklichkeitsparcours vertieft. Die Schülerinnen und Schüler übten auch eine Gefahrenbremsung. Die dritte Station beinhaltete einen Simulator. Die Achtklässler standen auf einem E-Scooter, der mit einem Computer verbunden war. Auf einem Bildschirm wurde eine Fahrt durch ein Stadtgebiet simuliert, bei der sie angemessen auf plötzliche Ereignisse reagieren mussten.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte beim Abschlussgespräch waren durchweg positiv. Denn das Ziel ist es nicht, Jugendlichen die Nutzung von E-Scootern zu verbieten oder den Spaß am Fahren zu nehmen. Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für die richtige und sichere Nutzung zu schaffen und für Gefahren zu sensibilisieren. Ein Bewusstsein, das durch die rund 250 geschulten Jugendlichen auch an Freunde und Eltern weitergegeben werden soll.

Tobias Schwarz, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Von diesen Unfällen hatten 19.527 (13,43%) einen Personenschaden, während 6.914 (4,75%) schwerwiegende Unfälle nur Sachschäden verursachten. Zudem ereigneten sich 1.164 (0,8%) Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die meisten Unfälle, nämlich 117.817 (81,02%), führten lediglich zu Sachschäden. Bezogen auf die Ortslage waren 14.839 (10,2%) Unfälle innerorts, 7.577 (5,21%) außerorts (ohne Autobahnen) und 3.013 (2,07%) auf Autobahnen. Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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